MOLTERER ERLÄSST NEUE KOMPOSTVERORDNUNG

Einheitliche Qualitäts- und Kennzeichnungsregelungen

Wien (OTS) - Für Komposte gelten in Österreich ab September einheitliche Qualitätsstandards. Die neue Kompostverordnung, die Umwelt- und Landwirtschaftsminister Mag. Wilhelm Molterer diese Woche erlassen hat, legt Qualitätsstufen sowie Anforderungen an die Ausgangsmaterialien und die Kennzeichnung fest. Von der Verordnung erfasst sind Komposte, die als Produkt in Verkehr gebracht werden. Die Eigenkompostierung im Haushalt ist nicht betroffen.

Biogene Abfälle, die das wesentliche Ausgangsmaterial zur Kompostherstellung sind, bilden in Österreich einen nicht zu unterschätzenden Abfallstrom. In den Haushalten machen sie rund 30 Prozent der Abfälle aus. Weit über 1 Million Tonnen pro Jahr stammt aus den Gemeinden und dem Gewerbe. Dazu zählen unter anderem Garten-und Parkabfälle, Straßenbegleitgrün und Abfälle aus der Nahrungs-, Genuss- und Futtermittelindustrie.

Für die verwendungsspezifische Qualität von Kompost, für die zugelassenen Ausgangsmaterialien, für das Inverkehrbringen und die Kennzeichnung gibt es bislang keine bundesweiten Regelungen. Die neue Verordnung definiert nun erstmals einheitliche Qualitätsstandards für alle Bundesländer. Das ist auch im Hinblick auf Importe aus EU-Staaten notwendig. Auf EU-Ebene ist zwar ebenfalls eine Kompostregelung in Ausarbeitung, bis zu ihrer Erlassung dürfte es aber noch einige Jahre dauern.

Je nach Qualität der verwendeten Ausgangsmaterialien unterscheidet die Verordnung zwischen vier Kategorien: Qualitätskompost, Kompost, Qualitätsklärschlammkompost und Müllkompost. Je nach beabsichtigter Anwendung sind bei der Herstellung bestimmte Grenzwerte einzuhalten und entsprechende Kennzeichnungen vorzunehmen. Komposte können im Landschaftsbau, in der Landschaftspflege, als Rekultivierungsschicht auf Deponien, zum Biofilterbau und bei der Erdenherstellung verwendet werden. Für die mögliche Anwendung in der Landwirtschaft bilden die Bodenschutzgesetze der Länder weiterhin die Grundlage.

Die Kompostverordnung tritt am 1. September 2001 in Kraft. Sie bildet einen weiteren Schritt in Richtung einer funktionierenden, nachhaltigen und umweltschonenden Kreislaufwirtschaft gesetzt.

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