Bemühungen der Tourismuswirtschaft um Disagiosenkung brachten Erfolg

Senkung gilt für alle Tourismusbetriebe des Landes - Raffling: "Wir begrüßen österreichische Lösung"

Wien (PWK370) - Die Tourismuswirtschaft begrüßt die soeben bekanntgegebene Senkung des Kreditkarten-Disagios für Hotels und Restaurants mit Anfang Juli. Die Disagiosätze werden, je nach Umsatz, auf 2,85 bis 2,35 Prozent reduziert, womit sie bis zu 14 Prozent unter den derzeitigen Sätzen liegen. Dieser Schritt ist nicht zuletzt ein Erfolg der intensiven Gespräche und laufenden Kontakte von Bundessektionsobmann Johann Schenner und Syndikus Michael Raffling mit den beiden größten heimischen Kreditkartenunternehmen, MasterCard und Visa, heißt es in einer ersten Reaktion der Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft.

Die Gründe für die Senkung des Disagiosatzes liegen in der verschärften Wettbewerbssituation für die Kreditkartenunternehmungen. Durch die seit kurzem gegebene Möglichkeit des "cross border acquiring" - der Abrechnung des Kreditkartengeschäftes über ein kostengünstiger arbeitendes ausländisches Kreditkartenunternehmen -sind die heimischen Anbieter zuletzt zusätzlich unter Druck gekommen. "Mit der aktuellen Senkung haben die österreichischen Kreditkartenfirmen richtig auf die veränderte Marktsituation reagiert", zeigt sich Raffling zufrieden.

Der verschärfte Wettbewerb am heimischen Kreditkartenmarkt, nicht zuletzt auch die jüngst in Eigenregie erzielten Disagiosenkungen kleinerer Hotelgruppierungen, die mit ihren Erfolgen medienwirksam an die Öffentlichkeit getreten sind, haben zu dieser Entwicklung beigetragen. Diese Gruppen, die Austria Classic Hotels und die Vorarlberger Hotelkooperation "Natur & Kultur", hatten dabei ausdrücklich von der Möglichkeit des cross border acquiring (Auslandsverrechnung) Gebrauch gemacht.
Auch die HOGAST/ÖHV hatte zuletzt einen entsprechenden Durchbruch für ihre Mitgliedsbetriebe in Aussicht gestellt.

"Wir begrüßen grundsätzlich die jetzt zu Stande gekommene österreichische Lösung. Diese bietet den Vorteil einer Geschäftsabwicklung im eigenen Lande", betont Raffling. Diese gilt jetzt für alle Betriebe im Lande. Man dürfe auch nicht vergessen, dass es mit den heimischen Kreditkartenunternehmen vielfältige Formen der Marketingzusammenarbeit gibt, die mit ausländischen Partnern viel schwieriger durchzuführen wären.

Aus der Sicht der Tourismuswirtschaft sei die Disagiosenkung wichtig, sie komme - in der Intensivphase der Vorbereitung auf den Euro - zur richtigen Zeit. Der bargeldlose Zahlungsverkehr entspreche den Kundenwünschen und aktuellen Trends im Geschäftsleben ebenso wie im Urlaubsreiseverkehr. Denn nicht nur die Betriebe, sondern auch die Konsumenten profitieren, wenn die Kreditkarten in diesem Bereich eine noch größere Akzeptanz finden, betont Bundessektionsobmann Schenner.

Parallel zu der jetzt getroffenen Gastronomie-Lösung laufen derzeit auch erfolgversprechende Gespräche mit der Reisebürobranche, mit dem Ziel, auch in diesem Bereich die Disagiosätze abzusenken. (hp)

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