Mitterlehner: Abfertigung Neu darf keine Zusatzbelastung für Betriebe werden! "Wer Belastungsideen hat, muss auch Bedeckungsvorschläge oder Kompensationen vorlegen"

Wien (PWK369) - "In der aktuellen Debatte um die Abfertigung Neu hält die Wirtschaft unbeirrt fest: Eine zusätzliche Belastung für die heimischen Betriebe wird von uns strikt abgelehnt." Reinhold Mitterlehner, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich begrüßt einerseits die Pläne, die Abfertigung in eine Art kapitalgedecktes Pensionsvorsorgesystem umzuwandeln: "Damit lässt sich nach dem Vorbild vieler anderer Länder eine kapitalfinanzierte zweite Säule der Pensionsvorsorge aufbauen und bringt auch dem österreichischen Kapitalmarkt einen enormen Anschub." Andererseits müsse aber als unbestrittenes Prinzip in der Umwandlung der Abfertigung klar sein, dass mit diesem Modell der österreichischen Wirtschaft keine neuen finanziellen Bürden auferlegt werden dürfen. Es müsse nicht nur für die Arbeitnehmer, sondern auch für die Arbeitgeber Vorteile geben.

"Fast alle Detailvorschläge, die jetzt zu hören sind, wie Abfertigung auch bei Selbstkündigung oder Abfertigungsanspruch bzw. Beitragsleistungen ab dem ersten Tag laufen letztlich auf eine massive Mehrbelastung der Betriebe hinaus. Das ist im Interesse des Wirtschaftsstandortes nicht akzeptabel. Wer Mehrbelastungsvorschläge auf den Tisch legt, muss gleichzeitig auch sagen, wie sie außerhalb des Unternehmensbereichs finanziert oder kompensiert werden sollen", fordert der Wirtschaftskammer-General. Außerdem müsse eine Neuregelung der Abfertigung Neu auch der unterschiedlichen Betroffenheit der verschiedenen Branchen gerecht werden.

Während Mitterlehner die politische Linie von FP-Mittelstandsprecher Helmut Haigermoser respektiert, wird der jüngste Beschluss des ÖGB-Präsidiums als problematisch eingestuft: "Abfertigung für alle ab dem ersten Tag ist unfinanzierbar. Solche Festlegungen sind Verhandlungen nicht förderlich." (RH)

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