AK-Präsident Wipplinger: Integration ausländischer Kollegen/-innen heißt auch Mitbestimmungsrecht im Betrieb!

Linz (AKO) Für das Recht ausländischer Kollegen selbst als Betriebsrat kandidieren zu dürfen, spricht sich AK-Präsident und ÖGB-Vorsitzender Hubert Wipplinger aus. "Das aktive Wahlrecht haben sie bereits. Nun müssen sie die Möglichkeit bekommen, selbst ihre Interessen zu vertreten", so der AK-Präsident bei einer Pressekonferenz zum Thema Ausländerintegration.

Seit knapp zwei Jahren gibt es in Oberösterreich das überparteiliche Netzwerk "Land der Menschen". Auf Initiative des ÖGB Oberösterreich entstand im Rahmen dieses Netzwerks das Projekt "Aufeinander zugehen", an der sich die oberösterreichischen Sozialpartner intensiv beteiligen. Bei einer Pressekonferenz am Freitag gaben Oberösterreichs oberste Sozialpartner, AK-Präsident und ÖGB-Vorsitzender Hubert Wipplinger und WK-Präsident Viktor Sigl, eine gemeinsame Erklärung ab (siehe Beilage). Sie wollen sich verstärkt für die Integration ausländischer Kollegen in den Arbeitsmarkt einsetzen.

"Aufeinander zugehen heißt auch, dem anderen die eigenen Rechte zugestehen", formulierte es der AK-Präsident. "Ich werde mich persönlich dafür einsetzen, dass auch die Kollegen ohne österreichischen Reisepass mitbestimmen können!"

Innerhalb der Arbeiterkammer kann Präsident Wipplinger auf einige Erfolge verweisen, die seinen Einsatz für ausländische Kollegen dokumentieren. Ein eigener Ausschuss - der AK-Integrationsausschuss, Vorsitz: Kammerrätin Ana Martincevic - kümmert sich um die Anliegen der rund 45.000 ausländischen AK-Mitglieder. Seit der AK-Wahl 2000 sind auch erstmals drei Nicht-Österreicher im Arbeitnehmerparlament vertreten. Und seit kurzem gibt es das "AK-Info für ausländische Kollegen/-innen" (deutsch, serbokroatisch und türkisch), das vierteljährlich über wichtige Themen informiert.

AK-Präsident Wipplinger verwies auch auf einen brandaktuellen Beschluss der Vollversammlung der oö. Arbeiterkammer. Darin fordert die AK nicht nur das passive Wahlrecht für ausländische Mitbürger bei Arbeiterkammer- und Betriebsratswahlen, sondern auch die Zulassung aller länger in Österreich lebenden ausländischen Mitbürger zu den Gemeinderatswahlen. Dieser von der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter/-innen eingebrachte Antrag wurde bei der AK-Vollversammlung am 8. Mai 2001 mehrheitlich angenommen.

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