ARBÖ: Wirtschaftsminister Dr. Bartenstein muss rasch handeln

Nettopreisdifferenz an andere EU-Länder angleichen -Spritpreiserhöhungen werden von Autofahrern als Verhöhnung angesehen

Wien (ARBÖ) - Die Autofahrer sind verärgert und haben kein Verständnis für die neuerliche Spritpreiserhöhung und diese konsumentenunfreundliche Spritpreispolitik der Mineralölwirtschaft in Österreich, so der ARBÖ. In den Anrufen der empörten Kraftfahrer beim ARBÖ fallen die Worte Verhöhnung und Abkassieren, aber auch dass die Regierung dabei zuschaut.

Vor allem Wirtschaftsminister Dr. Martin Bartenstein ist nach Ansicht des ARBÖ neuerlich gefordert, rasch mit den Spitzen der Mineralölwirtschaft zusammenzutreffen. Der Beginn des verstärkten Reiseverkehrs ab nächsten Donnerstag sowie der Sommerreiseverkehr stehen vor der Tür. Es ist zu befürchten, dass neuerlich Erhöhungen beim Benzin und Diesel erfolgen werden. Rasches Handeln ist daher vom Wirtschaftsminister erforderlich.

Der ARBÖ fordert:

  • Rascher Gesprächstermin zwischen Wirtschaftsminister und der Spitze der Mineralölwirtschaft
  • Ausarbeitung und Umsetzung des mehrfach diskutierten Stufenplans
  • Senkung der Nettopreisdifferenz im ersten Schritt Richtung 20 Groschen
  • Senkung der Nettopreisdifferenz im zweiten Schritt Richtung EU-Durchschnitt

Nettopreisdifferenz senken

Vergleicht man die österreichischen Nettopreise zum EU-Durchschnitt für das Jahr 2001, lag die Nettodifferenz beim Eurosuper insgesamt acht Mal unter 30 Groschen bzw. ein Mal unter 20 Groschen. Beim Diesel lag die Nettopreisdifferenz sieben Mal unter 30 Groschen und sogar sechs Mal unter der 20 Groschen. Die niedrigste Nettopreisdifferenz wurde laut ARBÖ heuer beim Eurosuper mit 18 Groschen (5.2.2001) und beim Diesel mit nur neun Groschen (12.2.2001) über dem EU-Durchschnitt verzeichnet.

Diese Entwicklung lässt nach Meinung des ARBÖ erkennen, dass die österreichische Mineralölwirtschaft auch eine konsumentenfreundliche Nettopreisgestaltung durchführen kann. Es ist nicht einzusehen, dass ein 40 Groschen-Differenzbetrag für ewige Zeiten vereinbart und damit auch genutzt werden kann. Die Nettopreise gehören letztendlich kontinuierlich an den EU-Durchschnitt angeglichen.

Seit Jahresbeginn Preissteigerung bis zu 1,50 ATS

Seit Jahresbeginn haben wir eine Steigerung beim Super Plus von ATS 1,50 pro Liter, beim Eurosuper von 1,25 ATS, beim Normalbenzin von ATS 1,30 pro Liter. Auch der Dieselkraftstoff erreicht mit ATS 11,45 fast den Höchstwert von ATS 11,60 zu Jahresbeginn 2001. Kritisiert der ARBÖ.

Ein Liter Super Plus kostet 15,05 ATS und wenn man den Super Optimax heranzieht sogar 15,25 ATS, Eurosuper 14,15 ATS, Normalbenzin 13,95 ATS. Der höchste Literpreis für Diesel liegt bei 11,45 ATS. Das sind Preise die sehr knapp hinter den Rekordhöchstpreisen vom Herbst vorigen Jahres liegen: Ein Liter Super Plus kostete 15,45 ATS (20.9.00), Eurosuper 14,30 ATS und Normal 14,15 ATS (beide am 2.11.00) und Diesel lag bei 12,85 ATS (29.11.00).
"Die Erwartungshaltung des ARBÖ und seiner Mitglieder ist sehr stark auch von der Haltung des zuständigen Ministers geprägt. Ein erster Schritt bei dem längst
diskutierten Stufenplan ist erforderlich. 20 Groschen als Orientierungsgröße im Vergleich zum EU-Durchschnitt gehören aus Sicht des ARBÖ vom Wirtschafsminister deutlich gemacht," erklärte abschließend ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar.

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