Waneck (2): 2. Österreichische Gesundheitskonferenz im Zeichen der Vorsorge-

Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen der 1. Österreichischen

Wien (BMSG) - Gesundheitskonferenz

"Bei der Durchführung der Arbeitsgruppen, die nach der
1. Österreichischen Gesundheitskonferenz eingesetzt wurden, wurde Seitens des Ministeriums besonderer Wert darauf gelegt, die Meinungen von ExpertInnen zu hören und ein offenes Ohr für deren Anliegen zu haben", sagte FP-Staatssekretär Univ. Prof. Dr. Reinhart Waneck.*****

Beim Themenkomplex Qualität seien die ExpertInnen zu dem Schluss gekommen, das wir zwar ein vorbildliches und leistungsfähiges Gesundheitssystem hätten, es jedoch an systematischer Qualitätssicherung und Qualitätsbewusstsein fehle. So sei der verstärkte Einbau von Qualitätssicherungsinstrumenten in den Bereichen Aus- und Fortbildung, Allgemeinmedizin, Dokumentation und PatientInnenorientierung gefordert worden. "Auf diese Wünsche wurde bereits reagieren, insofern als wir unser Konzept eines flächendeckenden österreichischen Qualitätssystems verstärkt voran treiben. Eine wichtige Grundlage stellen in diesem Zusammenhang die bereits eingegangenen Verpflichtungen von Bund und Ländern im Rahmen der Art. 15a Vereinbarung über die Neustrukturierung des Gesundheitswesens und der Krankenanstaltenfinanzierung dar", fasste Waneck zusammen.

Was den Einsatz von Informationstechnologien im Gesundheitswesen betreffe, seien sich alle ExpertInnen einig gewesen, dass dadurch der Koordinations- und Integrationsaufwand im Gesundheitswesen bei gleichzeitiger Transparenzsteigerung erheblich reduziert werden könne. Eine funktionierende Vernetzung der Gesundheitseinrichtungen setze aber Schritt für Schritt die Schaffung einer flächendeckenden, standardisierten, organisatorisch-technischen Infrastruktur im Gesundheitswesen voraus. "Ich bin überzeugt, dass wir mit unserem in Ausarbeitung befindlichen Telematikgesetz dieses Anliegen intensiv vorantreiben werden können", so Waneck.

"Die Experten der Arbeitsgruppe Gesundheitsökonomie und Finanzierung kamen zu dem Schluss, dass der Einsatz gesundheitsökonomischer Analysen, die Implementierung eines modernen Rechnungswesens und die verstärkte Anwendung evidenzgestützter Medizin unseres Gesundheitswesens in der Regel zwar nicht wesentlich billiger machen werden, aber zu rationaleren und nachvollziehbaren Entscheidungen beitragen", so Waneck. Die Experten hätten weiters aufgezeigt, dass der finanzielle Schwerpunkt des aktuellen Gesundheitswesens auf der Apparatemedizin liege und daher finanzielle Umschichtungen in Richtung Prävention und Gesundheitsförderung dringend nötig wären. Ganz in diesem Sinne finde die 2. Österreichische Gesundheitskonferenz statt, die Vorsorge zum Hauptthema habe.

"Die Experten der Arbeitsgruppe 'Medizinischer Fortschritt' haben unter Fortschritt all das definiert, was zur Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit, zur Lebensqualität und Lebensverlängerung unserer PatientInnen dient", fasste Waneck zusammen. Prioritäre Umsetzungsbereiche seien, die Aus-, Fort- und Weiterbildung, eine effiziente Forschungskoordinierung, die optimale Nutzung von Arzneimitteln, Medizinethik sowie eine entsprechende Unterstützung durch die Politik. "Wir werden unser Bestes geben, die Politik verstärkt in diese Fragestellungen einzubinden, um gemeinsam mit den Akteuren im Gesundheitswesen den sehr komplexen und gesellschaftlich auch widersprüchlichen Bereich des medizinischen Fortschritts zu bearbeiten", so Waneck.

Die Experten der Arbeitsgruppe "Senioren in Österreich" verwiesen in ihren Schlussfolgerungen darauf, dass eine wesentliche Zielsetzung für unsere Politik die Sicherung der Lebensqualität älterer Menschen sein müsse. Hand in Hand damit geht die Forderung nach einer umfassenden Strategie betreffend die geriatrische Versorgung im stationären und extramuralen Bereich sowie eine Verbesserung der damit in Zusammenhang stehenden Schnittstellen. Seitens des Staatssekretariates sei daher auch besonderer Wert auf die Planung in diesem Bereich gelegt worden. Waneck verwies in diesem Zusammenhang auf den Österreichischen Krankenanstaltenplan, der einen Ausbau der Palliativ-, Geriatrie-, Rehab- und Hospizbetten vorsehe.

Zusammenfassend, so Waneck, seien die Ergebnisse der Arbeitsgruppen die Bestätigung für den Weg, den er als Gesundheitsstaatssekretär eingeschlagen habe. "Wir haben bereits im ersten Jahr der Regierungsbeteiligung viele der Expertenforderungen umgesetzt, bevor sie noch gestellt wurden. Dies soll jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass noch viele Altlasten der alten Regierung aufgearbeitet werden müssen. Die Expertenmeinungen zeigen, dass eine Trendumkehr erfolgt ist und dass nun erstmals seit Jahren sinnvolle Maßnahmen im Gesundheitsbereich gesetzt werden", schloss Waneck. (Schluss) mg nnn bxf

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