Waneck (1): 2. Österreichische Gesundheitskonferenz im Zeichen der Vorsorge-

Lebensqualität der Österreicher verbessern - Gesundheitsbudgets

Wien (BMSG) - entlasten

"Es ist bekannt, dass nur 28 Prozent unserer
Lebensgesundheit durch Vererbung bedingt sind, hingegen 62 Prozent durch unseren Lebensstil beeinflussbar sind, gar nur zehn Prozent betreffen die kurative Medizin, in die wir gegenwärtig 90 Prozent unserer Gesundheitsressourcen investieren", sagte FP-Staatssekretär Univ. Prof. Dr. Reinhart Waneck in seinem Eröffnungsstatement zur diesjährigen 2. Österreichischen Gesundheitskonferenz, die im Zeichen der Prävention und Gesundheitsvorsorge steht.*****

"In Zukunft wird es weniger darauf ankommen, eine Krankheit zu heilen - das wird gewissermaßen eine Selbstverständlichkeit sein - als vielmehr das Auftreten einer Erkrankung zu verhüten", so der Staatssekretär. "Seitens der Gesundheitspolitik werden wir unser Bestes geben, den Themen Gesundheitsförderung und Prävention einen neuen und wesentlichen Stellenwert zu verleihen. Wir arbeiten in diesem Bemühen ebenso wie einige andere sehr aktive Mitspieler in der Österreichischen Gesundheitsszene", betonte Waneck.

Im Regierungsprogramm sei die Einrichtung einer Österreichischen Gesundheitskonferenz auf Anregung der Freiheitlichen vereinbart worden, so Waneck. Diese diene als Plattform für einen effizienten Diskussionsprozess und solle möglichst vielen Betroffenen, Verantwortlichen und Leistungserbringern im Gesundheitswesen die Möglichkeit zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch bieten. Zum Publikum der Konferenz zählen unter anderem VertreterInnen der Patienten, der Gesundheitsberufe, der Krankenversicherungen, der Träger von Krankenanstalten und sonstigen Gesundheitseinrichtungen, der sozialen Hilfsdienste, der Sozialpartner sowie RepräsentantInnen aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft.

Durch die Themenwahl bei der heurigen 2. Österreichischen Gesundheitskonferenz sei ein allzu bekanntes, weil oft vernachlässigtes Thema verstärkt in den Blickpunkt des Interesses gerückt worden. "Es ist uns allen bewusst, dass wir durch gezielte Prävention und Gesundheitsförderung sowohl die Lebensqualität unserer BürgerInnen verbessern als auch die Gesundheitsbudgets deutlich entlasten können", betonte Waneck.

"Beinahe die Hälfte der 30-40jährigen fühlen sich durch Zivilisationserkrankungen im Allgemeinen Wohlbefinden gestört", zitierte Waneck aus Umfragen. Die zunehmende körperliche Inaktivität unserer Gesellschaft habe chronische Erkrankungen wie koronare Herzkrankheit, Hypertonie, Diabetes und Übergewicht stark gefördert. "Es muss daher ein Anliegen aller Gesundheitsakteure sein, neue Strategien zu entwickeln, um das Thema Bewegung und körperliche Aktivität für unsere Bürger attraktiv zu machen", so Waneck.

Ähnlich verhalte es sich beim Problemkreis Alkohol und Gesundheit. Der unmäßige und übermäßige Umgang mit Alkohol habe dazu geführt, so Waneck, dass Alkoholismus als eine Suchtkrankheit gelten muss, die schwerste Belastungen für die gesundheitliche und ökonomische Situation unserer Bürger mit sich bringe. "Wissenschaftliche Studien gehen davon aus, dass im Querschnitt 5% der Bevölkerung im Alter von 16-99 Jahren das Trinkverhalten chronischer Alkoholiker aufweisen. Jegliche Aufklärungs- und Erziehungsarbeit in dieser Hinsicht muss von strukturellen und kontrollierenden Maßnahmen unterstützt werden", forderte Waneck.

Besondere Aktualität habe das Thema "Rauchen". Nach einer repräsentativen Umfrage seien 29% der Österreicher Raucher. Ein gutes Drittel dieser Personen sei stark nikotinabhängig und damit besonders gefährdet, gesundheitlichen Schaden zu erleiden. "Die Entwicklungen im Bereich der Therapie zeigen trotz intensiver Forschung keine echten Fortschritte, auch hier müssen die Lösungsstrategien verstärkt im Bereich der Prävention ansetzen", betonte Waneck. (Forts.) mg nnn bxf

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