Schabl: ÖBB verschlechtern Service bei Gepäckbeförderung

Regierung fährt offenen Kurs der Zurückdrängung öffentlicher Verkehrsanbieter

St. Pölten, (SPI) - "Die jüngste Serviceverschlechterung der Österreichischen Bundesbahnen im Bereich der Gepäckbeförderung ist schlichtweg ‚verkehrspolitischer Unsinn der Extraklasse‘. Das Reisende ihr Gepäck nicht mehr beim Gepäckschalter abgeben können, das Gepäckstücke nicht mehr mit dem Zug des Reisenden mitbefördert werden und nur mehr der Weg der teuren Haus-zu-Haus-Zustellung angeboten wird, zeigt eine strikte Abkehr vom Servicegedanken. Die ÖBB wollen offensichtlich Fahrgäste loswerden - und mit diesen Maßnahmen wird das auch gelingen", übt der Zweite Präsident des NÖ Landtages und SPÖ-LAbg. Emil Schabl scharfe Kritik an der Geschäftspolitik der ÖBB.****

Die teure Haus-zu-Haus-Zustellung muss kompliziert bereits Tage vor dem Reisetermin organisiert werden, inakzeptable Zusatzgebühren, sogar für Rollstühle und Kinderwagen, verteuern die Gepäckbeförderung. Im Bereich des Fahrradtransports, besonders im Bereich des Ausflugstourismus von Bedeutung, drohen bei Beförderung an Sonn- und Feiertagen Preise von 460,- Schilling pro Fahrrad. Dazu kommt, dass man ab Juni 2001 das Fahrrad nur mehr von daheim abholen lassen kann. "Allerdings - wie bekommt man sein Fahrrad wieder nach Hause, wenn es bei der Rückfahrt keinen Gepäckschalter mehr gibt?", wirft Schabl eine von den ÖBB bisher unbeantwortete Frage auf.****

"Fast 500,- Schilling für den Transport eines Rollstuhls, eines Kinderwagens oder eines Fahrrades sind absolut inakzeptabel. Wer soll es sich dann noch leisten können, mit der Bahn zu fahren? Familien mit Kindern werden sich einen Fahrradausflug wohl dreimal überlegen, ältere Menschen, die auf die Bahn angewiesen sind und sogar Behinderte müssen zahlen, wenn sie nicht auf andere Transportmittel umsteigen können. Das neue ÖBB-Management, eingesetzt von dieser blauschwarzen Bundesregierung und protegiert von FPÖ-Verkehrsministerin Forstinger, setzt damit den Kurs der Verschlechterung des Angebotes und des Service öffentlicher Verkehrsanbieter unvermindert fort. Diese Politik gegen jedwede Vernunft muss schleunigst beendet werden. Gefragt ist eine Verbesserung des Service sowie die Kalkulation von Fahrpreisen, die man sich auch leisten kann", fordert Schabl eine sofortige Änderung der Geschäftspolitik der ÖBB.
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