Molterer für Energiepartnerschaften zwischen Industriestaaten und Entwicklungsländern

UN-Konferenz in Brüssel berät Maßnahmen zur weltweiten Armutsbekämpfung

Wien/Brüssel (BMLFUW) - " Die Industriestaaten sollten verstärkt Energiepartnerschaften mit Entwicklungsländern eingehen, um die Energieversorgung in den ärmsten Regionen der Welt zu verbessern und den Einsatz erneuerbarer Energieträger weltweit voranzutreiben." Das sagte Umwelt- und Landwirtschaftsminister Mag. Wilhelm Molterer gestern, Donnerstag, bei der UNO-Konferenz zur Hilfe für die am wenigsten entwickelten Länder in Brüssel. Molterer leitete im Rahmen dieser Konferenz gemeinsam mit dem Wirtschafts- und Finanzminister von Mali, Bacari Kone, das Diskussionsforum "Energie".

Bilaterale Energiepartnerschaften sollten vor allem auf regionaler und lokaler Ebene geschlossen werden, betonte Molterer. "Projekte in kleinem Rahmen zur Nutzung nachhaltiger Energieformen schaffen Arbeitsplätze und steigern die Wertschöpfung in den Regionen." Die Industriestaaten verfügten über viel Know-how bei der Verwendung nachhaltiger und umweltverträglicher Energietechnologien. Dieses Know-how könnte gezielt zur nachhaltigen Energieversorgung in armen Ländern eingesetzt werden.

Österreich hat bereits eine Reihe solcher Energiepartnerschaften gestartet, berichtete der Minister. Als Beispiele nannte er die Unterstützung beim Bau von Solaranlagen in Zimbabwe, die Errichtung von kleinen Wasserkraftwerken in Bhutan, Kambodscha und Nepal, die Unterstützung beim Bau solarbetriebener Wasserpumpanlagen in Uganda und Burkina Faso.

Mehr als zwei Milliarden Menschen weltweit - vor allem in ländlichen Regionen - haben keinen Zugang zu Elektrizität. Energieformen. Sicherer, kostengünstiger Zugang zu modernen Energieformen sei aber eine grundlegende Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung und Armutsbekämpfung, betonte Molterer. Auch die Zusammenarbeit zwischen Industrienationen und weniger entwickelten Staaten bei der Forschung und Anwendung erneuerbarer Energieträger müsse daher ausgebaut werden.

"Ländliche Gebiete in allen Teilen der Welt sind strukturell zwar oft benachteiligt, haben aber viel Potenzial für den Einsatz umweltfreundlicher Energieformen. Dieses Potenzial muss besser genutzt werden, um die Energieversorgung langfristig nachhaltiger zu gestalten," hielt Molterer fest.

Das Umweltministerium und das Wirtschaftsministerium haben übrigens eine neue gemeinsame Broschüre herausgebracht, in der aktuelle österreichische Energieprojekte mit Entwicklungsländern beschrieben werden. Schwerpunkt ist der Einsatz erneuerbarer Energieträger. Die Broschüre kann bei der Energieverwertungsagentur angefordert werden (Telefon: 01/5861524).

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