Farthofer: EU-Fischler-Vorstoß für Pauschalzahlungen für Bauern wäre positive Schubumkehr im Bereich der Agrarförderung

Abkehr von der Gießkannen-Förderung nach Fläche bzw. Anzahl der Tiere hin zu sozialen, geographischen und ökologischen Kriterien

St. Pölten, (SPI) - "Als Vorstoß in die richtige Richtung und positive Schubumkehr im Bereich der Agrarförderung" bewertet der Agrarsprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Erich Farthofer den Vorstoß von EU-Agrarkommissar Franz Fischler, die Agrarförderungen in Richtung Fixum pro landwirtschaftlichen Betrieb umzubauen und damit die bisherige Praxis, wonach vor allem nach landwirtschaftlicher Nutzfläche und Anzahl der gehaltenen Tiere gefördert wurde, zu beenden. Flächen- oder Viehprämien bevorzugen naturgemäß agrarische Großfarmen und Massentierzuchtbetriebe, sind jedoch klar zum Nachteil klein- bis mittelbetrieblich strukturierter Landwirtschaften, wie wir sie mehrheitlich in Österreich haben.****

Die NÖ Sozialdemokraten haben sich schon immer für eine Abkehr von der derzeitigen Förderpraxis in der Landwirtschaft ausgesprochen. Die nahezu ausschließliche Flächen- und Viehprämienförderung ist nämlich mit ein Grund, warum immer mehr kleinere und mittlere Landwirtschaften und Nebenerwerbsbauern nicht mehr überleben können und aufgeben. Ihre Flächen werden dann von Großlandwirtschaften aufgekauft, die damit ihr Jahresfördervolumen steigern. "Es gibt in Niederösterreich nicht wenige agrarische Großbetriebe, die jährlich mehr als 20 Millionen Schilling an Agrarförderungen bekommen. Mir sind aber 200 Klein- oder Familienbetriebe, die ökologisch produzieren und nebenbei noch einen wichtigen Beitrag zur Landschaftspflege leisten viel wichtiger, als ein agrarischer ‚Industriekomplex‘. Statt einem Großbetrieb könnten 200 kleinere Betriebe mit je 100.000 Schilling gefördert werden. Das ist noch viel höher gegriffen, als es EU-Agrarkommissar Franz Fischler derzeit will. Er spricht von rund 35.000 Schilling pro Betrieb", so Farthofer.
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