Pressestimmen/Vorausmeldung/Politik/Parteien "Neue Kärntner Tageszeitung" Kommentar: Von Politik und Größe

Ausgabe vom 18.Mai 2001 Klagenfurt (OTS) - Von Politik und Größe - Politik ist die eine Sache. Parteipolitik die andere. Ähnlich einem ungeschriebenen Gesetz, hielt sich bislang jede Partei an die selbstverständliche, weil menschlich zwingende, Vorgabe: Parteipolitik wird da ausgeklammert, wo psychisch Kranke, psychisch Beeinträchtige betroffen sind. Ja - BISLANG hielt man sich an die "Spielregel der Moral". BISLANG. Wenn heute im Namen der Menschlichkeit zu parteipolitischen Feldzügen geblasen wird, ist ein Schritt gesetzt, der nie passieren durfte. Ein Schritt, der die Grenze des politischen Anstandes hinter sich gelassen hat: Sich das mitfühlende, humane Mascherl da umzubinden, wo man auf rücksichtslosen parteipolitischen Angriff übergeht, ist fragwürdig,. Um nicht zu sagen: verwerflich. Die Kärntner Freiheitlichen mögen zu Soziallandesrätin Gabriele Schaunig-Kandut stehen, wie sie wollen. Eines sollten sie nicht tun: die Betroffene attackieren - und dabei nicht nur die anvisierte Person, sondern ein ganzes Sozialsystem treffen. Eines ist nämlich unbestritten: das Sozialgefüge wackelt. Man hungert da aus, wo man in der Folge als rettender Engel einzuschreiten gedenkt. "In der Folge" könnte es für einzelne Menschen "zu spät" sein. Die Soziallandesrätin hat - in der fatalen Situation - klug gehandelt. Sie hat Parteipolitik zur Seite gestellt. Und Größe gezeigt. Wie sie richtig sagte:"Es geht nicht um meine Person. Es geht um die Hunderten, Tausenden Kärntner, die das Schicksal alleine gelassen hat." Exakt um sie geht es. Nicht um Politik ...

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