Anonyme Geburt, Babyklappe als Paralleleinrichtungen anbieten

LHStv. Onodi: Im Mittelpunkt muss die Hilfe für Frauen stehen

St.Pölten (NLK) - "Für mich steht die umfassende Hilfe für Frauen in allen denkbaren Krisensituationen im Vordergrund", sagte Niederösterreichs Gesundheitsreferentin, Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi, zum heute im NÖ Landtag vorliegenden Antrag über die Ermöglichung der anonymen Geburt in den niederösterreichischen Krankenhäusern. "Deshalb erachte ich es auch für sinnvoll, die anonyme Geburt in niederösterreichischen Krankenhäusern zu ermöglichen und zugleich auch die Einrichtung sogenannter Babyklappen in Spitälern ins Auge zu fassen. Wenn die ‚Schwellenangst‘ vor der Geburt im Krankenhaus für manche Frauen und Mädchen doch zu groß ist, so wäre eine Babyklappe jene Einrichtung, die zumindest dem Kind eine medizinische Betreuung garantiert. Selbstverständlich ist es weitaus besser, wenn sich die werdende Mutter zur Geburt im Krankenhaus entschließt, da nur dann die medizinische und psychologische Betreuung garantiert werden können", meinte
Onodi.

Frauen in derartigen Krisensituationen müsse geholfen werden, sagte Onodi weiter. Eine psychologische Nachbetreuung oder Begleitung sei auf jeden Fall anzustreben, da sich durchaus auch eine Entscheidung ergeben kann, wo das Kind trotz aller Ängste und Bedenken bei der Mutter verbleibe und sich die Krisensituation lösen lasse. Die Freigabe zur Adoption des Kindes solle nur nach eingehenden Gesprächen mit der Mutter erfolgen. Eine verstärkte Information und Aufklärung, die Zuziehung eines Sozialarbeiters oder Sozialarbeiterin sei ebenso anzustreben wie eine umfassende psychologische Beratung über die Ärzte und Hebammen.

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