DER - Das Elektronische Rezept, Patienten bestimmen mit

Wien (OTS) - Selbsthilfegruppen aus Wien - darunter die Hepatitis Hilfe Österreich - Plattform Gesunde Leber - Initiative "LEBER OK -LEBEN OK" und die Österr. Diabetesgesellschaft, Patienten, deren Angehörige und Berater stehen derzeit in intensiven Gesprächen mit Vertretern aus Wirtschaft, Medizin und Verwaltung, um das Wissen der Patienten oder der betroffenen Personen und Institutionen mit in das Gesundheits- und Sozialsystem einzubringen. Dadurch soll in Zukunft sichergestellt sein, dass die Rechte aber auch die Pflichten der Patienten stärker im Mittelpunkt etwaiger Überlegungen stehen als dies heute der Fall ist.

Zu diesem Zwecke haben sich betroffene Bürger organisiert und ein Projekt unter dem Arbeitsnamen "DER - Das Elektronische-Rezept" ins Leben gerufen. Ziel des Projektes ist die Dokumentation und Analyse der derzeit bekannten Abläufe rund um die Verschreibung von Arzneimittel. Die gewonnen Erkenntnisse sollen die Grundlage für die Realisierung der elektronischen Arzneimittelverschreibung schaffen, inklusive der freiwilligen Arzneimitteldokumentation und der Überprüfung auf Interaktionen für den Patienten und der Verrechnung mit der Sozialversicherung.

"Neben den wirtschaftlichen Fakten darf man aber niemals das menschliche Leid der Betroffenen und seiner Umgebung außer Acht lassen. Gerade für chronisch erkrankte Personen ist eine verbesserte Qualitätssicherung hinsichtlich der Arzneimitteldokumentation deshalb von vitaler Bedeutung", so Angelika Widhalm, Vorsitzende der erst vor kurzem gemeinsam mit Industrie, Wirtschaft und Politik gegründeten Hepatitis Hilfe Österreich - Plattform Gesunde Leber - Initiative "LEBER OK - LEBEN OK", die sich um alle Menschen mit jeglichen Lebererkrankungen kümmert. Ein weiteres Ziel der Initiative "LEBER OK - LEBEN OK" ist es als Informationsplattform für Leber-Experten, also Ärzte, Forschung, Wissenschaft, Betroffene und Interessierte zu fungieren.

Derzeit werden in den Industrieländern und damit auch in Österreich mehr als 95% aller Erkrankungen mit Medikamenten behandelt. Aufgrund von Nebenwirkungen und Unverträglichkeiten bei der Kombination der Arzneimittel fallen zusätzlich zu den nicht unbeträchtlichen Kosten für die Präparate zusätzlich indirekt größere Summen an, um den Gesundheitszustand des Patienten wieder herzustellen. Nach Untersuchungen sowohl der amerikanischen und englischen Behörden als auch deren Interessensvertretungen entfallen mehr als 10% der gesamten Intensivtage auf die Behandlung bzw. Wiederherstellung nach Arzneimittelnebenwirkungen. Auf Österreich umgelegt, entspricht das einem finanziellen Mehraufwand von wenigstens 10 Mrd. Schilling jährlich. Daher stellt die Überprüfung auf Interaktionen der verordneten Arzneimittel eine wesentliche Erleichterung für den betroffenen Patienten, aber auch für das Gesundheits- und Sozialsystem dar. Damit wird durch DER - das elektronische Rezept und seinen Teilprojekten eine wesentliche Verbesserung der medizinischen Versorgung und somit Sicherheit für den Patienten gewährleistet.

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