"Nachbar in Not": 6 Millionen Schilling für Polyklinik im Kosovo

Facharztzentrum in Suva Reka heute seiner Bestimmung übergeben.

Wien (OTS) - Heute, am 17. Mai 2001, wurde die im Krieg zerstörte und desolate Polyklinik in Suva Reka im Kosovo feierlich wiedereröffnet. "Nachbar in Not" finanzierte die Sanierung dieses Facharztzentrums mit rund 6 Millionen Schilling. 80.000 Einwohner werden durch das Zentrum in der Region Suva Reka medizinisch versorgt.
Der Samariterbund Österreich übernahm die Gesamtleitung des Projektes. Ab heute sind folgende Abteilungen in Betrieb: Die gynäkologische Ambulanz, die Geburtenabteilung, die Kinder-, Notfall- und Impfambulanz, allgemeine Ambulanzen, chirurgische und interne Abteilungen sowie ein Labor und zahnärztliche Versorgung. In jeder Ambulanz werden pro Tag zwischen 50 und 100 Patienten medizinisch versorgt.
Kurt Bergmann, Leiter der Hilfsaktion "Nachbar in Not": "Die Restaurierung und die Inbetriebnahme der zerstörten Polyklinik in Suva Reka ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie sorgfältig die österreichischen Hilfsorganisationen mit den Spendengeldern von ‚Nachbar in Not' umgegangen sind. Der Samariterbund hat in diesem Raum hervorragende Arbeit geleistet und ein internationales Beispiel gesetzt."

Die Sanierung der Polyklinik, die bis Herbst 2000 über keine gesicherte Wasser-, Strom- und Heizungsversorgung, keine funktionstüchtige Kanalisation und nur sehr mangelhafte medizinische Ausstattung verfügte, konnte dank einer beispielhaften Zusammenarbeit verschiedener Personen und Organisationen realisiert werden. Manuela Smetana, Krankenschwester im SMZ Ost in Wien, erhob den genauen Bedarf an medizinischer Einrichtung. Unter Ihrer Leitung konnten die Stationen eingerichtet und in Betrieb genommen werden. Zahlreiche Sachspenden wurden vor allem von der Flüchtlingshilfe Steinerkirchen Oberösterreich organisiert. Den Transport übernahm das Österreichische Bundesheer. Das Bundeskanzleramt unterstützte das Projekt durch Übernahme von Personalkosten.

Die Wiedererrichtung der Polyklinik in Suva Reka unter der Leitung des Samariterbundes ist ein Projekt der umfangreichen österreichischen Hilfe für die Krisenregion Kosovo. Rund 600 Millionen Spendengelder von "Nachbar in Not" wurden bisher für die Kosovohilfe eingesetzt.

Die Hilfsorganisationen Rotes Kreuz, Diakonie, Caritas, Malteser Hospitaldienst, Volkshilfe, Hilfswerk Austria und der Samariterbund Österreich bilden gemeinsam mit den offiziellen Stellen der Republik und dem österreichischen Bundesheer eine Plattform der Nächstenliebe für den Kosovo.

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