AK: Zuwanderung löst die Probleme am Arbeitsmarkt nicht

AK fordert ambitionierte Beschäftigungspolitik und mehr Geld für die Aus- und Weiterbildung

Wien (AK) - Die Aussage von Minister Bartenstein, dass 2002 in Österreich 17.600 Arbeitskräfte fehlen werden, zeigt entweder, dass der Minister über die aktuelle Entwicklung des Arbeitsmarktes nicht informiert ist, oder es handelt sich um gezielte Propaganda, erklärt die AK. Die Fakten zeigen nämlich eine deutliche Abschwächung der Beschäftigungsdynamik in den vergangenen Monaten: Die Zunahme der Beschäftigung hat sich reduziert, der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist praktisch zum Stillstand gekommen, erklärt die AK. 2001 und 2002 ist jeweils mit 180.000 bis 190.000 Arbeitslosen zu rechnen. Wie angesichts eines solchen Überschusses an Arbeitskräften von fehlenden Arbeitskräften gesprochen werden kann, ist für die AK nicht nachvollziehbar. Statt ständig über Zuwanderung zu reden, soll die Regierung dafür sorgen, dass möglichst viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich einen Arbeitsplatz finden, erklärt die AK, Zuwanderung kann eine ambitionierte Beschäftigungspolitik und die dringend notwendige Ausbildungsoffensive nicht ersetzen. ****

So schaut die Arbeitsmarktbilanz tatsächlich aus

Veränderungen gegenüber dem Vorjahresmonat

Beschäftigung Arbeitslosigkeit

Jan 01 + 26.523 - 20.898
Feb 01 + 21.229 - 17.019
Mrz 01 + 15.560 - 9.466
Apr 01 + 13.238 - 2.611

Die Zahlen zeigen: Die Zunahme der Beschäftigung ist zurück gegangen, der Rückgang der Arbeitslosigkeit praktisch zum Stillstand gekommen. Die Folge: Eine Abnahme der Zahl der Arbeitslosen um 13.000 Personen, wie sie das Wifo für 2001 im Jahresdurchschnitt prognostiziert hat, ist kaum zu erreichen. Für 2001 und 2002 ist jeweils mit 180.000 bis 190.000 Arbeitslosen zu rechnen. Ein großer Teil der Arbeitskräfte ist mit größeren oder geringeren Unterbrechungen während des Jahres beschäftigt oder teilzeitbeschäftigt. Daraus, sowie aus dem großen Reservoir der Geringfügig Beschäftigten und Freien Dienstnehmer lässt sich mit geeigneten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen auf mittlere Sicht ein Potential von 100.000 Personen aktivieren. Dazu kommt noch ein weiteres Potential von derzeit nicht erwerbstätigen Personen.

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