Vertragsunterzeichnung mit Psychosozialem Dienst:

LR Kranzl: Hoffnung geben, Integration ermöglichen

St.Pölten (NLK) - Im NÖ Landhaus in St.Pölten fand heute Donnerstag, 17. April, die Vertragsunterzeichnung zwischen dem Land Niederösterreich bzw. Landesrätin Christa Kranzl und dem Psychosozialen Dienst bzw. der Caritas St.Pölten sowie der Firma Psychosoziale Zentren GesmH. statt.

Psychische Erkrankungen sind Krankheiten und ausschließlich als solche zu sehen, stellte Kranzl unmissverständlich klar. Und weiter:
"Nachdem immer wieder die Frage nach dem Geld kommt, eine klare Aussage: Sicherlich kostet der Psychosoziale Dienst Geld, aber der PSD erspart gleichzeitig viel Geld. Jeder Spitalstag, jeder Krankenstandstag kostet ungemein mehr als der Psychosoziale Dienst. Noch wichtiger als Geld ist, den Menschen ein Leben in ihrer Umgebung zu ermöglichen, die Verwandten mit der Erkrankung vertraut zu machen und so den Menschen Hoffnung und das Gefühl zu geben, ein integrierter Teil der Gesellschaft zu sein." Derzeit hat das Land Niederösterreich für diese Zwecke 70 Millionen Schilling im Budget, dazu kommen noch sieben Millionen Schilling für Investitionen.

Die Psychosozialen Dienste sollen bekanntlich stationäre Aufenthalte von psychisch Kranken in Kliniken verringern, verkürzen oder verhindern und dabei die Eigenverantwortung der Klienten mit der Erkrankung und zur Umwelt fördern. Sie sollen zudem eine Integration in das soziale Umfeld ermöglichen und die Betreuten bei der Erlangung der finanziellen Grundsicherung unterstützen. In den letzten Jahren wurden die psychischen Abteilungen in den niederösterreichischen Krankenhäusern stark ausgebaut. Aber auch vor Ort wurden die Leistungen für die psychisch Erkrankten immer höher. Der Vertrag regelt nun den umfassenden Versorgungsauftrag für Mediziner, Pfleger und Sozialarbeiter in der Nachbetreuung, aber auch die Beratung und Unterstützung der Angehörigen. Das Ziel ist, dass für je 50.000 Einwohner 80 Wochenstunden von Diplom-SozialarbeiterInnen und 40 Wochenstunden von Fachärzten sichergestellt werden. Diese Zielvorgabe wird im Jahre 2001 zu 70 Prozent erreicht. Erstmals werden in diesem Vertrag auch - wie in der Privatwirtschaft schon lange üblich -Kriterien zur Qualitätssicherung einforderbar.

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