AK: Führerschein kostet mehr als ein durchschnittliches Monatsgehalt

AK fordert: Mehr Wettbewerb zwischen den Fahrschulen - Reform des Führerscheingesetzes überfällig

Wien (AK) - Der Führerschein kommt den österreichischen Fahrschülern zu teuer, kritisiert die AK. Eine Untersuchung der AK VerkehrsexpertInnen zeigt: Ein Führerschein kostet derzeit bis zu 20.000 Schilling. Die AK fordert daher, dass die Verkehrsministerin durch mehr Wettbewerb zwischen den Fahrschulen für niedrigere Führerscheinpreise sorgt: Der de facto Gebietsschutz für Fahrschulen muss aufgehoben werden, damit FahrschülerInnen ihr Ausbildungs-Institut in ganz Österreich frei auswählen können. Beseitigt werden müssen auch unnötige Hürden für die Zulassung von Fahrschulen, durchforstet werden soll weiters vor allem der theoretische Lehrstoff. So könnte auch über eine verbesserte Ausbildung diskutiert werden, ohne dass die FahrschülerInnen mehr zahlen müssen. ****

Die AK verlangt eine grundlegende Änderung des Kraftfahr- und Führerscheingesetzes: Mehr Wettbewerb zwischen den Fahrschulen soll für niedrigere Führerscheinpreise sorgen.

Mehr Wettbewerb und freie Wahl für die Fahrschüler

+ Freie Auswahl der Fahrschule
Derzeit muss die Fahrprüfung im Wohnbezirk der FahrschülerInnen gemacht werden (Ausnahme: Sie absolvieren außerhalb des Wohnbezirks eine Ausbildung oder arbeiten dort). Dadurch haben örtliche Fahrschulen Wettbewerbs-Vorteile. Fahrschüler haben aber nicht die Möglichkeit, billigere Institute außerhalb ihres Bezirkes zu besuchen.

+ Leichterer Markzutritt für "Neue"
Neuen Fahrschulen soll der Marktzutritt erleichtert werden. Derzeit schützen Zulassungsbedingungen die bestehenden Fahrschulen vor neuer Konkurrenz. Auch Fahrlehrer, die bisher kaum Entwicklungsmöglichkeiten im Beruf hatten, die fachliche Eignung, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und die Zuverlässigkeit aber nachweisen können, sollen in Zukunft die Möglichkeit haben, sich selbständig zu machen.

+ Österreichweites Kursangebot
Fahrschulbesitzer sollen ihre Dienstleistungen österreichweit anbieten dürfen. Derzeit dürfen sie das nur in einem Bundesland. Die AK fordert daher: Weg mit den "Gebietsschutz-Bestimmungen".

+ "Freier" Ausweis für Fahrlehrer
Der Fahrlehrer selbst soll einen Fahrlehrerausweis beantragen können. Derzeit fordert der Fahrschulbesitzer den Fahrlehrerausweis an -will der Lehrer die Fahrschule wechseln, oder sperrt die Schule zu, muss der Fahrlehrer den Ausweis zurückgeben und ist so seinem Arbeitgeber "wie im Mittelalter" ausgeliefert.

+ Durchforstung des Lehrstoffs
Österreichische FahrschülerInnen müssen 40 Stunden Theorie absolvieren, aber nur 20 Stunden Fahrpraxis. Das Zuviel an Theorie könnte durch die Praxis ersetzt werden, die etwa für die Mehrphasen-Ausbildung vorgeschlagen wird.

+ Mehr Preis-Kontrollen
In manchen Fahrschulen stimmt das Preis-Leistungsverhältnis nicht. Die AK hat den dringenden Verdacht, dass manche Fahrschulen den fehlenden Wettbewerb und die kommende Euro-Umstellung dazu nutzen, um noch rasch die Preise anzuheben. Ein klares Indiz dafür sind die plötzlich vielerorts auftauchenden "runden" euro-Beträge.

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