DER ERP-FONDS BERICHTET DEM NATIONALRAT Die Fonds-Bilanzen dokumentieren Erfolge der Innovationsförderung

Wien (PK) - Die Bundesregierung hat dem Nationalrat kürzlich die Jahresberichte 1998/99 und 1999/2000 des ERP-FONDS (III-99 d.B.) vorgelegt. Der 1962 aus Mitteln des Marshall-Planes geschaffene Fonds besitzt eigene Rechtspersönlichkeit, verfügte in den beiden Berichtsjahren jeweils über ein Kapital von rund 35 Mrd. S und stellte mit zuletzt 56 Mitarbeitern die größte Einrichtung zur direkten Wirtschaftsförderung in Österreich dar. Der Fonds setzt als Förderungsinstrumente niedrig verzinste Kredite mit mehrjährigen tilgungsfreien Zeiträumen aus seinem Vermögen ein und unterstützt innovations- und wachstumsorientierte Projekte sowie die Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen. Er richtet sich hauptsächlich an Industrie, Gewerbe und produktionsnahe Dienstleistungsunternehmen und kooperiert mit österreichischen Banken, der Europäischen Union sowie mit Bundesministerien und Bundesländern.

WAS FÖRDERT DER ERP-FONDS?

Den Jahresberichten ist zu entnehmen, dass sich die Fonds-Manager inhaltlich auf Investitionen in struktur- und entwicklungsschwachen Gebieten sowie auf Technologieanwendungen kleiner und mittlerer Unternehmen konzentrieren. Sie fördern Forschungsüberleitungen, Pilot- und Demonstrationsanlagen, die Erweiterung der Eigenmittelbasis und Direktinvestitionen in Osteuropa. Dazu kommen die Errichtung und Erweiterung von Gründerzentren, Technologieparks sowie Forschungs- und Technologietransfereinrichtungen. Unterstützung erhalten außerdem Tourismusprojekte mit dem Schwerpunkt Qualitätsverbesserung, Investitionen zur Verbesserung des Absatzes landwirtschaftlicher Produkte sowie Vorhaben zur Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene.

Einen besonderen Zinsenbonus von einem Prozentpunkt jährlich über drei Jahre hinweg erhalten Unternehmen, die die Zahl ihrer Arbeitsplätze gegenüber dem Stand vor Projektbeginn um mehr als 10 % steigern. Unternehmen, die sich besonders der Lehrlingsausbildung widmen, wird eine deutlich höhere Förderungsquote gewährt.

ECKDATEN DER JÜNGSTEN ERP-FOND-BILANZEN

Im Wirtschaftsjahr 1998/99 wurden Investitionen von insgesamt 16 Mrd. S (1999/2000: 15 Mrd. S) in 302 (235) Unternehmen mit insgesamt 8,4 Mrd. S (6,4 Mrd. S) unterstützt. Dazu kamen Zuschüsse von insgesamt 112 Mill. S (278 Mill. S) aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Kofinanzierung von Krediten in der Höhe von 1,6 Mrd. S (1999/2000: 3,5 Mrd. S).

Als umfassende Förderungs-Servicestelle wickelte der ERP-Fonds 1998 für Bund und Länder folgende Zuschussaktionen ab: Regionale Innovationsprämie und Infrastrukturförderung (103 Projekte; Fördervolumen: 503 Mill. S), Sektorplanförderung (114 Projekte, Fördervolumen: 669 Mill. S), Innovations- und Technologiefonds (ITF, 58 Projekte, Fördervolumen: 82 Mill. S), Qualitätssicherungs- und Produktfindungsaktion (41 Projekte, Fördervolumen: 12 Mill. S), Arbeitsmarktförderung (7 Projekte, Fördervolumen: 110 Mill. S), Kombinierter Güterverkehr Straße-Schiene-Schiff und Anschlussbahnförderung (11 Projekte, Fördervolumen: 42 Mill. S.).

1999 übernahm der Fonds folgende Zuschussaktionen: Regionale Innovationsprämie/Infrastrukturförderung (195 Projekte; Fördervolumen: 791 Mill. S), Sektorplanförderung (228 Projekte, Fördervolumen: 979 Mill. S) und 46 Projekte des Innovations- und Technologiefonds (ITF) mit einem Fördervolumen von 50 Mill. S.

AUS DEM JAHRESPROGRAMM 2000/2001

Neuerungen und besondere Akzente im Jahresprogramm 2000/2001 stellen die Anwendung und Diffusion neuer Technologien dar, wobei Projekte mit hohem Innovations- bzw. Technologiegehalt und starken Impulsen für Wachstum und Beschäftigung mit hohen Förderungen rechnen können.

Mit Beginn der neuen Strukturfondsperiode ist es gelungen, alle wesentlichen Regionalförderungsmaßnahmen beim ERP-Fonds zu konzentrieren. Da der ERP-Fonds in den meisten Bundesländern auch für die Koordination und Vergabe der EFRE-Mittel zuständig ist, stellt er nunmehr den One-Stop-Shop in der Regionalförderung für Industrie und Gewerbe auf Bundesseite dar.

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