• 17.05.2001, 09:33:57
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  • OTS0042 OTW0032

DER ERP-FONDS BERICHTET DEM NATIONALRAT Die Fonds-Bilanzen dokumentieren Erfolge der Innovationsförderung=

Wien (PK) - Die Bundesregierung hat dem Nationalrat kürzlich die
Jahresberichte 1998/99 und 1999/2000 des ERP-FONDS (III-99 d.B.)
vorgelegt. Der 1962 aus Mitteln des Marshall-Planes geschaffene Fonds
besitzt eigene Rechtspersönlichkeit, verfügte in den beiden
Berichtsjahren jeweils über ein Kapital von rund 35 Mrd. S und
stellte mit zuletzt 56 Mitarbeitern die größte Einrichtung zur
direkten Wirtschaftsförderung in Österreich dar. Der Fonds setzt als
Förderungsinstrumente niedrig verzinste Kredite mit mehrjährigen
tilgungsfreien Zeiträumen aus seinem Vermögen ein und unterstützt
innovations- und wachstumsorientierte Projekte sowie die Schaffung
und Erhaltung von Arbeitsplätzen. Er richtet sich hauptsächlich an
Industrie, Gewerbe und produktionsnahe Dienstleistungsunternehmen und
kooperiert mit österreichischen Banken, der Europäischen Union sowie
mit Bundesministerien und Bundesländern.

WAS FÖRDERT DER ERP-FONDS?

Den Jahresberichten ist zu entnehmen, dass sich die Fonds-Manager
inhaltlich auf Investitionen in struktur- und entwicklungsschwachen
Gebieten sowie auf Technologieanwendungen kleiner und mittlerer
Unternehmen konzentrieren. Sie fördern Forschungsüberleitungen,
Pilot- und Demonstrationsanlagen, die Erweiterung der
Eigenmittelbasis und Direktinvestitionen in Osteuropa. Dazu kommen
die Errichtung und Erweiterung von Gründerzentren, Technologieparks
sowie Forschungs- und Technologietransfereinrichtungen. Unterstützung
erhalten außerdem Tourismusprojekte mit dem Schwerpunkt
Qualitätsverbesserung, Investitionen zur Verbesserung des Absatzes
landwirtschaftlicher Produkte sowie Vorhaben zur Verlagerung des
Verkehrs von der Straße auf die Schiene.

Einen besonderen Zinsenbonus von einem Prozentpunkt jährlich über
drei Jahre hinweg erhalten Unternehmen, die die Zahl ihrer
Arbeitsplätze gegenüber dem Stand vor Projektbeginn um mehr als 10 %
steigern. Unternehmen, die sich besonders der Lehrlingsausbildung
widmen, wird eine deutlich höhere Förderungsquote gewährt.

ECKDATEN DER JÜNGSTEN ERP-FOND-BILANZEN

Im Wirtschaftsjahr 1998/99 wurden Investitionen von insgesamt 16 Mrd.
S (1999/2000: 15 Mrd. S) in 302 (235) Unternehmen mit insgesamt 8,4
Mrd. S (6,4 Mrd. S) unterstützt. Dazu kamen Zuschüsse von insgesamt
112 Mill. S (278 Mill. S) aus dem Europäischen Fonds für regionale
Entwicklung (EFRE) zur Kofinanzierung von Krediten in der Höhe von
1,6 Mrd. S (1999/2000: 3,5 Mrd. S).

Als umfassende Förderungs-Servicestelle wickelte der ERP-Fonds 1998
für Bund und Länder folgende Zuschussaktionen ab: Regionale
Innovationsprämie und Infrastrukturförderung (103 Projekte;
Fördervolumen: 503 Mill. S), Sektorplanförderung (114 Projekte,
Fördervolumen: 669 Mill. S), Innovations- und Technologiefonds (ITF,
58 Projekte, Fördervolumen: 82 Mill. S), Qualitätssicherungs- und
Produktfindungsaktion (41 Projekte, Fördervolumen: 12 Mill. S),
Arbeitsmarktförderung (7 Projekte, Fördervolumen: 110 Mill. S),
Kombinierter Güterverkehr Straße-Schiene-Schiff und
Anschlussbahnförderung (11 Projekte, Fördervolumen: 42 Mill. S.).

1999 übernahm der Fonds folgende Zuschussaktionen: Regionale
Innovationsprämie/Infrastrukturförderung (195 Projekte;
Fördervolumen: 791 Mill. S), Sektorplanförderung (228 Projekte,
Fördervolumen: 979 Mill. S) und 46 Projekte des Innovations- und
Technologiefonds (ITF) mit einem Fördervolumen von 50 Mill. S.

AUS DEM JAHRESPROGRAMM 2000/2001

Neuerungen und besondere Akzente im Jahresprogramm 2000/2001 stellen
die Anwendung und Diffusion neuer Technologien dar, wobei Projekte
mit hohem Innovations- bzw. Technologiegehalt und starken Impulsen
für Wachstum und Beschäftigung mit hohen Förderungen rechnen können.

Mit Beginn der neuen Strukturfondsperiode ist es gelungen, alle
wesentlichen Regionalförderungsmaßnahmen beim ERP-Fonds zu
konzentrieren. Da der ERP-Fonds in den meisten Bundesländern auch für
die Koordination und Vergabe der EFRE-Mittel zuständig ist, stellt er
nunmehr den One-Stop-Shop in der Regionalförderung für Industrie und
Gewerbe auf Bundesseite dar.

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(Schluss)

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