Symposion der Print Akademie des VÖZ: Der "gläserne Konsument" mit typischen Merkmalen

Wien (OTS) - Nur wer seine Kunden exakt kennt und anspricht, kann deren Konsumbereitschaft nützen, wobei die Auslösung emotionaler Reize noch weiter an Bedeutung gewinnen wird. Die deutsche Unternehmensberaterin und Marketingexpertin Katja Weingartz charakterisierte beim Symposion der Print Akademie des VÖZ "Der gläserne Konsument?" am 17. Mai im Radisson SAS Palais Hotel Wien vier "Typen" mit ausgeprägten Merkmalen, auch wenn diese in der Praxis meist kombiniert auftreten:

Typ eins ist der "Macher", wettbewerbsorientiert und statusbewusst, noch dazu mit hohem Selbstwertgefühl ausgestattet, zudem egoistisch, schnell und ungeduldig. Rhetorik und Körpersprache verraten ihn sofort. Er liebt, so Weingartz, die dessen Persönlichkeitsmerkmale durch einen Hai symbolisiert sieht, prestigeorientierte Architektur und kalte Farben, vor allem aber ein nobles Geschäftsumfeld. Ruhig und friedlich, fast harmoniesüchtig, liebt es hingegen der "Bewahrer von Bestehendem", der die Realität permanent mit seinen Vorstellungen von Moral und Ethik vergleicht und ein Höchstmaß an Sozialkompetenz erwartet. Alles, was Unsicherheit und Unordnung in sein Weltbild bringt, wird von diesem Typ, dem Weingratz das Pferd als Symboltier zuordnet, zunächst abgelehnt. Durch seine Loyalität - auch Marken gegenüber - ist er ein gern gesehener Kunde. Die Giraffe ist visionär und beweist ungewöhnlichen Überblick, oft ist sie aber durch die Vielfalt von Optionen überfordert. Dieser Typ ist durchaus "trendig" und strebt nach Abwechslung, was freilich den Anbietern einige Anstrengung abverlangt. Fachkompetente, vor allem auch auf Problemlösungen abgestellte Beratung ist für diesen Konsumententyp besonders wichtig. Einen ausgeprägten Sinn für Kleingedrucktes, Pedanterie mit eingeschlossen, sieht Weingratz beim vierten Typus, der Eule. Perfektion wird gefordert, nur stichhaltige Argumente zählen, "emotionales Getue" ist ihr ein Gräuel. Die strengen Maßstäbe, die so ein Konsument an sich selbst stellt, gelten auch anderen.

Langjährige Forschung und Auswertung der Ergebnisse von Persönlichkeitstests haben ergeben, betonte Katja Weingartz, dass gerade in der jungen Generation, bei den Konsumenten von heute und morgen, die Persönlichkeitsmerkmale des "Pferdes" überrepräsentiert sind. Das bedeute, dass die Gewinnung und Bindung dieses Kunden vor allem über die persönliche Beziehung, die Produktmarken-Aura bzw. Geschäftsmarken-Aura sowie die Faszination des fesselnden Story-Telling erfolgen muss. Gefragt sind Themenwelten, Lebensstile und Weltbilder, die auch "kultisch" inszeniert werden müssen.

Folgeveranstaltung am 21. November

Beim Symposion "Der gläserne Konsument?" der Print Akademie des VÖZ wurden die Konsumenten, ihr Verhalten, ihre Wünsche und ihre Bedürfnisse aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Hochkarätige Referenten aus Deutschland und Österreich behandelten zentrale Fragen der Zielgruppen-Typolgien, der "Jugendszenen" sowie des veränderten Selbstbildes des Frau. Eine Folgeveranstaltung am 21. November 2001 wird sich unter anderem ausführlich mit der Zielgruppe der "Best Agers" sowie mit neuen Frauenleitbildern befassen.

Die Print Akademie des VÖZ bietet mit ihren Symposien der Werbebranche aktuelle Basisinformationen und internationales Know-How sowie neue Impulse und Anregungen. Sie versteht sich als Service- und Diskussionsplattform für Werbekunden, Media- und Werbeagenturen, Mediaexperten, Marktforscher und für die Anzeigenakquisition - somit für all jene, die Entscheidungen in den Bereichen Marketing und Werbung treffen. "Der gläserne Konsument I" war bereits das sechste Symposion dieser Reihe.

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