LSth. Gorbach: Mehr Wasser für die Frutz

Naturversuch ist erster Schritt zur Renaturierung

Rankweil (VLK) - An der Frutz wird in den nächsten zwei
Jahren ein Naturversuch zur Erhöhung der Wasserführung durchgeführt. In den vergangenen Monaten wurden - im
Einvernehmen mit Gemeinden und Betroffenen - die
Messeinrichtungen und Anlagen für die Wasserzuleitung
installiert. "Dieser Naturversuch ist ein erster Schritt, um
die Frutz als Lebensraum und als Naherholungsraum
aufzuwerten", sagt Vorarlbergs Wasserwirtschaftsreferent Landesstatthalter Hubert Gorbach. ****

Wegen geringer Wasserführung und bestehender Verbauungen
ist das ökologische Gefüge der Frutz stark gestört. Das
Bachbett fällt bei ungünstiger Witterung mehrere Wochen
trocken. In einer Studie des Landes Vorarlberg wurden die Möglichkeiten zur Renaturierung untersucht. Diese Studie ist Grundlage für den nun gestarteten Naturversuch. Ziel ist es,
so Gorbach, "eine für die Gewässerökologie erforderliche Wassermenge in der Frutz sicherzustellen ohne die bestehenden Wassernutzungen am Mühlbach in Rankweil wesentlich zu beeinflussen".

Dazu hat der Hydrographische Dienst des Landes an der
Frutz einen neuen Abfluss-Messpegel errichtet. Eine
Dotieranlage zur kontrollierten Ausleitung des Wassers aus
dem Mühlbach wurde beim Gewerbepark installiert.
Veränderungen der bisherigen Verhältnisse werden erst in der nächsten Trockenperiode ab August erwartet. Wenn die
Wasserführung der Frutz ein Mindestmaß unterschreitet, wird
Wasser aus dem Mühlbach in den Unterlauf rückgeleitet. Auch
im Mühlbach wird eine Mindestmenge Wasser sichergestellt,
dessen wirtschaftliche Nutzung weiter möglich bleibt.

Alle Daten der Wasserführung werden aufgezeichnet und ausgewertet. Das Umweltinstitut untersucht laufend die
Auswirkungen auf die Gewässerökologie. Landesstatthalter
Gorbach: "Die Fachleute erwarten, dass durch die erhöhte Wasserführung der Frutz auch Verbesserungen der Wassergüte im Unterlauf der Frutz und für die Grundwasserpumpwerke der Trinkwasserversorgung zu erzielen sind." Gemeinden und
Betroffene werden laufend informiert. Im Frühjahr 2003 werden
die Ergebnisse des Naturversuchs präsentiert. Die Gemeinden
werden in die Entscheidungsfindung miteinbezogen.
(gw,nvl)

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