Auszeichnung für palästinensische Gesundheitsorganisation - Projektpartner der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit erhält WHO-Preis

Die Union of Palestinian Medical Relief Committees ein langjähriger Partner der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, wird von der Weltgesundheitsorganisation ausgezeichnet für "ihren außergewöhnlichen Beitrag zur Entwicklung des Gesundheitswesens". Der Preis wird heute anlässlich der 54. Weltgesundheitstagung an den Präsidenten der UPMRC, Dr. Mustafa Barghouthi verliehen.

Die Weltgesundheitsorganisation verleiht jährlich den UAE Health Foundation Award an Organisationen und Personen, die einen außergewöhnlichen Beitrag zur Entwicklung des Gesundheitswesens geleistet haben. Der diesjährige Preisträger, die Union of Palestinian Medical Relief Committees (UPMRC) erhält die Auszeichnung für ihre vorbildliche Arbeit im Bereich der Basisgesundheitsversorgung von Menschen in ländlichen, unterversorgten Gebieten.

Basisgesundheitsversorgung und Vorsorgemedizin in den besetzten Gebieten
Die UPMRC ist eine Non-Profit-Organisation von Ärzten und Gesundheitspersonal, die vor allem die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung in den autonomen palästinensischen und von Israel besetzten Gebieten verbessern will. Ihren Schwerpunkt legt die UPMRC dabei auf basismedizinische Versorgung und Vorsorgemedizin benachteiligter und armer Bevölkerungsgruppen. Zur Versorgung der Menschen in abgelegenen, ländlichen Gebieten und in Flüchtlingslagern werden mobile Ordinationen, so genannte Gesundheitsbusse, eingesetzt. Begleitend zur medizinischen Behandlung setzen die 1200, großteils ehrenamtlichen Mitarbeiter der UPMRC Maßnahmen zur Gesundheitserziehung und Krankheitsprävention. Ein wesentlicher Bestandteil des Angebotes der UPMRC ist dabei ein Gesundheitsprogramm für Frauen und Kinder. Zusätzlich baute die UPMRC während der ersten Intifada zur Versorgung der Verletzten ein bis heute von der Bevölkerung getragenes Blutspendewesen in Gaza auf.

Die UPMRC betreibt zur Zeit 25 Kliniken zur Basisgesundheitsversorgung und 7 spezialisierte Gesundheitszentren in der Westbank und im Gazastreifen. Die Kliniken versorgen die Bewohner von rund 400 ländlichen Gemeinden und Flüchtlingslagern, die ansonsten kaum Zugang zu medizinischen Einrichtungen haben.

Schwerpunkt Gesundheitsausbildung
Seit 1984 ist die UPMRC auch aktiv in der Ausbildung von Gesundheitspersonal. Die damals gegründete School of Community Health diente ursprünglich zur Ausbildung von Gesundheitspersonal, hat ihre Lehrpläne inzwischen aber ausgeweitet auf Fortbildungsprogramme für verschiedenste Gesundheitseinrichtungen. Das Ausbildungsprogramm wurde mittlerweile in den Nationalen Gesundheitsplan der Palästinensischen Autorität integriert. Daneben bietet UPMRC inzwischen auch ein Ausbildungsprogramm zur Basisgesundheitsversorgung an, das sich vor allem an im Ausland ausgebildete, palästinensische Ärzte richtet, die in diesem Bereich oft kaum Erfahrung haben. Diese Expertise macht sich zunehmend auch die WHO zunutze, die die Mitarbeiter von UPMRC als internationale Experten einsetzt.

Langjährige Partnerschaft mit der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit
Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit hat für Palästina nach der Unterzeichnung des Oslo-Abkommens im Jahr 1993 ein Sonderprogramm eingerichtet, das im Volumen den Programmen in Schwerpunktländern gleichkommt. Die Zusammenarbeit konzentriert sich dabei auf die Bereiche Gesundheit und Soziales, Berufsbildung, Landwirtschaft, Wasser und Umwelt sowie Stadtplanung und Stadterhaltung.

Mit UPMRC kooperiert die Österreichische EZ schon seit 1988. Über die Jahre wurden die Gesundheitsprojekte der UPMRC insgesamt mit ca. ATS 25 Mio. gefördert. Seit Jahresbeginn 2001 unterstützt die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit außerdem den Aufbau eines modellhaften Zentrums für chronische Krankheiten.

AVISO: PRESSEGESPRÄCH mit UPMRC-Präsident Barghouthi: 23. Mai, 10 Uhr Auf Grund der nun seit Monaten anhaltenden Gewalt befindet sich das palästinensische Gesundheitssystem in einer schweren Krise. Nichtstaatliche Organisationen wie UPMRC haben die Hauptlast der gesundheitlichen Versorgung zu tragen. UPMRC-Präsident Dr. Mustafa Barghouthi wird anlässlich eines Arbeitsbesuches am 23. Mai um 10 Uhr beim Pressegespräch gemeinsam mt Botschafter Dr. Georg Lennkh, Leiter der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, über die aktuelle Situation berichten.
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