Pressestimmen/Vorausmeldung/ Politik/See-Bühne "Neue Kärntner Tageszeitung" - Kommentar: Bühnenrechnung mit Unbekannten

Ausgabe vom 17. Mai 2001 Klagenfurt (OTS) - Die Wörther-See-Bühne "treibt" also nach Deutschland. Das Kulturfloß wird von LH Jörg Haider und Bürgermeister Scheucher einer Privatgesellschaft verscherbelt - und da dürfen einige Fragen erlaubt sein. Eine besonders brisante stellt Stadtrat Kurt Peterle. Der Politiker geht von der Tatsache aus, dass die Bühnenffläche 3600 Quadratmeter (60 mal 60 Meter) beträgt. Um diese Fläche werde der See sozusagen verkleinert. Anders herum: Die Deutschen erhalten um die kolportierte Kaufsumme von 50 Millionen Schilling ein 3600 Quadratmeter großes "Seegrundstück". Nimmt man als Berechnungsgrundlage 20.000 Schilling pro Quadratmeter, kämen allerdings satte 72 Millionen heraus. Hinzuzufügen wäre, dass es Interessenten gibt, die bereit sind, gut und gerne 30.000 Schilling pro Quadratmeter "See(Grundstück)" zu entrichten, was sich im gegebenen Fall mit 108 (!) Millionen Schilling zu Buche schlagen würde. Der aufgelisteten Rechnung gemäß, reißen sich ausländische Betreiber somit ein "Seegrundstpck" sagenhaft günstig unter den Nagel. Weitere Fragen betreffen Infrastrukturelles. Die Bühne ist für 2000 Leute ausgelegt - Einwohnerzahl einer mittleren Kärntner Gemeinde. Zur Versorgung solcher Massen sind enstsprechende Umfelder nötig. Mit anderen Worten: Ein den Europapark und die Strandbad-Parkplätze tangierendes Areal wird den Betreibern quasi "mitverkauft". "Größter Seecoup aller Zeiten?", auf die Haider/Scheucher gewiss Antworten haben, ist jedenfalls nicht endend wollend.

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