Schasching: Lehrer raus - Strafen rein?

Schasching kritisiert falschen Ansatz der Bildungspolitik der Regierung

Wien(SK) "Die Kollegen Schweitzer und Amon haben offenbar noch immer nicht verstanden, woran es bei der von der Regierung so hochgelobten Verhaltensvereinbarung wirklich geht", meint SPÖ-Abgeordnete Beate Schasching in Anspielung auf die letzten Wortmeldungen der Bildungssprecher der Regierungsparteien. ****

"Sinn einer Vereinbarung ist der Interessensausgleich zwischen gleichberechtigten Partnern. Im Verhältnis zwischen Direktor, Lehrern, Eltern und Schülern kann aber nicht von Gleichberechtigung gesprochen werden. Das hier Abhängigkeitsverhältnisse bestehen, liegt ja in der Natur der Sache. Mehr oder weniger freie Vereinbarungen nützen in einer solchen Situation meist den Stärkeren - auf Kosten der Schwächsten, in unserem Fall, den Schülern".

Für die SPÖ-Abgeordnete führt der Weg zur Lösung disziplinärer Probleme nicht über neue Restriktionsmaßnahmen, sondern über bessere Betreuung der SchülerInnen. "Die Regierung bekämpft momentan die Symptome einer Krankheit, die sie mit den Kürzungen im Schulbereich selbst ausgelöst hat", so Schasching weiter. "Das Prinzip heißt anscheinend: Lehrer raus, Strafen rein. Die Sparmaßnahmen werden ein Ansteigen der Klassen-Schülerzahlen bringen und ganz generell weniger Zeit der Lehrer für die Schüler. Weniger Zeit, um Konflikte zu lösen, Schüler bei der Bewältigung ihrer Probleme zu unterstützen. Um dieses Defizit auszugleichen, will Blau-Schwarz anscheinend in die pädagogische Mottenkiste greifen." Die Regierung hätte, so die Abgeordnete, bereits angekündigt, dass ein "Ende der Konsensgesellschaft" bevorstünde. "Den Weg zur Konfliktgesellschaft haben die Regierungsparteien ja schon eingeschlagen. Gerade im Schulbereich zeigt sich aber wieder einmal ganz deutlich, dass Strafen zur Bewältigung von Konflikten allein nicht genug sind." (Schluss) ps/mp/mm

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