Rieder, Mailath: "Komplettumwidmung des Theaters an der Wien unfinanzierbar" - neues Ziel: 70 bis 80 % Oper. Klausnitzer will bleiben

Vorausmeldung zu NEWS 20/01 v. 17.5.2001

Wien (OTS) - Die in der Wiener Regierunsgerklärung enthaltene hundertprozentige Umwidmung des Theaters an der Wien in ein Haus für Oper und Operette ist unfinanzierbar. Das sagt Finanzstadtrat Sepp Rieder, zuständiger Politiker für die Wiener Holding, in der morgen erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS. Rieder: "Die hundertprozentige Umstellung ist unfinanzierbar. Das weiß auch der Bürgermeister. Und als Präsident des Tourismusverbandes ist mir klar, daß das Musical ein Magnet ist und nicht auf Raimundtheater und Ronacher beschränkt werden soll. Die Reformaufgabe, die wir vor uns haben, lautet: Das Theater an der Wien soll zu 70 bis 80 Prozent für Oper, Operette und klassische Musicals wie "West Side Story" genutzt werden."

Auch Kunst-Stadtrat Mailath-Pokorny bezeichnet die vom Rechnungshof errechneten 270 Millionen jährlich für die Umstellung als "sicher unfinanzierbar". Mailath setzt gleichfalls auf gemischte Nutzung. Er will erst die Varianten durchrechnen und dann das Anforderungsprofil für den Intendanten erstellen. Klar ist laut Mailath: "Die 6,8 Millionen, die Intendant Klausnitzer bezogen hat, sind zu hoch und außerhalb jeder Vergleichbarkeit."

Klausnitzer selbst artikuliert via NEWS "Bereitschaft zum Bleiben". Er war schon bei Mailath und spricht noch in dieser Woche mit der Holding. Im Hinblick auf die Beschränkungen seiner Prämien sei er gesprächsbereit, signalisiert Klausnitzer. Und zur Umwidmungsdebatte: "Schon die vorige Stadtregierung gab solche Erklärungen ab, ohne dass es dazu kam."

Im Rathaus wird derweil laut NEWS-Information überlegt, Klausnitzers Vertrag vorläufig nur um drei Jahre zu verlängern. Anschließend stünde die 70- bis 80prozentige Umpositionierung in Richtung Oper und Operette an.

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