HGPD-Legner: "Schönheitsfehler Arbeitszeit!"

Dienstleistergewerkschaft gegen Liberalisierung der Arbeitszeiten für FriseurInnen und KosmetikerInnen

Wien (ÖGB/HGPD) "20.000 ArbeitnehmerInnen und rund 5.000 BetriebsinhaberInnen und deren Familienangehörige müssen massive Verschlechterungen hinnehmen, wenn nach den Plänen von Minister Bartenstein das Arbeitsruhegesetz für Friseurbeschäftigte fällt", klagt Ulrike Legner, Sektionssekretärin der Friseure, Kosmetiker, Fußpfleger in der Dienstleistergewerkschaft HGPD: "Und die InnungsvertreterInnen lehnen Verbesserungen im Kollektivvertrag ab. Hässliche Zeiten für uns SchönheitspflegerInnen."++++

"Geht es nach den Plänen des Ministeriums sollen Friseurinnen und Kosmetikerinnen praktisch ohne besondere Abgeltungen zwischen Montag 0 Uhr und Samstag 17 Uhr beschäftigt werden können", erklärt Legner:
"Dies ist umso absurder, als bereits frühere Gesetzgeber entsprechende Ausnahmebestimmungen für Friseure geschaffen haben, die jedoch bisher - ähnlich wie beim Handel - kaum zur Anwendung kommen. Bereits jetzt ist es möglich, die Mitarbeiterinnen im Friseur- und Kosmetikgewerbe Montag bis Freitag von 7 bis 20 Uhr zu beschäftigen. Friseure können am Samstag bereits heute bis 15 Uhr arbeiten. Darüber hinaus gibt es noch weitere Ausnahmebestimmungen für Friseure."

Besonders enttäuscht ist die Gewerkschafterin, dass die Innungsvertreter in den aktuell laufenden Kollektivvertragsverhandlungen nicht bereit sind, eine Art Gegenleistung für diese Öffnung der Arbeitszeiten, anzubieten. "Jedem jungen Menschen, vor allem den jungen Frauen, kann daher bei der Berufswahl nur dringend empfohlen werden andere, bessere Berufe zu ergreifen und sich nicht dem enormen Arbeitsdruck dieser Branchen auszusetzen", schließt Legner verbittert. (kk)

ÖGB, 16. Mai 2001
Nr. 409

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