Pittermann begrüßt Embryonenforschung

Frist zur Aufbewahrung von Embryonen soll - im Interesse der Patienten - bis zum Ende der Fruchtbarkeit ausgedehnt werden

Wien, (OTS) "Ich begrüße die aktuellen Stimmen, <überzählige> Embryonen aus künstlichen Befruchtungen für die Forschung freizugeben. Die embryonale Forschung eröffnet der Wissenschaft wertvolle Erkenntnisse, um sie zur Krankheitsbekämpfung einzusetzen", reagiert Wiens Gesundheitsstadträtin Prim. Dr. Elisabeth Pittermann auf die aktuelle Diskussion zur Freigabe der Embryonenforschung. "Die ethische Diskussion ist offen zu führen", fordert Pittermann. "Die Embryonenforschung nutzt vorhandene Embryonen, die vernichtet werden sollen zu wissenschaftlichen Zwecken. Hier wird Nichts aus Selbstzweck hergestellt", so Pittermann. "Wer die Fülle an Leid kennt, die schwere Erkrankungen bei Patienten und deren Angehörigen auslöst, muss die Erforschung des Möglichen und ethisch Vertretbaren verlangen", fordert Pittermann eine Medizin im Sinne der Menschen.****

Diese Diskussion läuft schon seit längerer Zeit, zuletzt war eine Enquete im Justizministerium dieser Thematik gewidmet. "Die Diskussion muss forciert werden und entsprechende legistische Maßnahmen müssen gesetzt werden", fordert Pittermann.

Pittermann hatte bereits im Jahr 1999 in einem parlamentarischen Initiativantrag zur Änderung des Fortpflanzungsmedizingesetzes gefordert, die 1-Jahresfrist zur Aufbewahrung von Embryonen und Spermien bis zum Ende der üblichen Fertilität auszudehnen. "Malignom Patienten, die oft sehr jung sind, dürfen nicht unter zeitlichen Druck gesetzt werden", fordert Pittermann. Darauf habe auch die Österreichische Gesellschaft für Hämatoonkologie bereits 1999 hingewiesen. Eine Ausweitung der Aufbewahrungsfrist sollte vor allem für Personen, die einer das fertile Gewebe massiv beeinträchtigenden besonderen Heilbehandlung, etwa einer chemo-, immuno-, oder strahlentherapeutischen Behandlung bedürfen, umgesetzt werden. Die restriktive Rechtslage in Österreich führt nach Ansicht von Wiens Gesundheitsstadträtin dazu, dass zunehmend auf ausländische Angebote zurückgegriffen werde. (Schluss) rog

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