Deloitte & Touche Managing Partner Gröhs fordert Standortoffensive für Europa

Wien (OTS) - Ein fünf Punkte Programm zur Aufwertung des gesamteuropäischen Standortes legte der Managing Partner von Deloitte & Touche Österreich, Dr. Bernhard Gröhs, im Rahmen seiner Rede anlässlich der Tagung "Europa und USA im Spannungsfeld von Wirtschaft und Politik" vor. So forderte Gröhs unter anderem verstärktes Vertrauen in eine harmonisierte Steuerpolitik, massive Anstrengungen auf dem Weg in die digitale Gesellschaft, mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt und die Nutzung der Chancen durch die Osterweiterung. Gleichzeitig, so Gröhs, sei eine Reform des Bildungswesens von höchster Vordringlichkeit. Nur durch ein solches Maßnahmenbündel sei es Europa möglich, im Wettbewerb der Wirtschaftsräume zu bestehen. Gröhs betonte aber, dass eine "schrankenlose Befreiung der Wirtschaft von nationalen und sozialen Aufgaben" nicht wünschenswert sei. An der eintägigen Sitzung nimmt unter anderem auch der ehemalige US-Präsident Bill Clinton teil.

In seiner Eröffnungsrede der eintätigen Tagung "Europa und USA im Spannungsfeld von Wirtschaft und Politik" zog Dr. Bernhard Gröhs, Managing Partner des Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsunternehmens Deloitte & Touche, Bilanz über die unterschiedlichen Voraussetzungen der beiden Wirtschaftsräume USA und Europa. Um in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, müssten sich, so Gröhs, die Europäer auf klare Zielsetzungen und Regeln für den gesamten Kontinent einigen. Das Verhaften in alten Strukturen und traditionellen Mustern stehe heute noch einer notwendigen Harmonisierung im Bereich der Unternehmens- und Einkommensbesteuerung im Wege. Verstärkte Transparenz und Akkordierung würde aber zu sinkenden Steuern und "zu einem kritischeren Hinterfragen der Staatsausgaben" führen.

In der Osterweiterung sieht Gröhs eine "Jahrhundertchance". "Gemeinsame Interessen müssen bei der Osterweiterung vor die Einzelinteressen gestellt werden. Allein Österreich kann aus der Osterweiterung mittelfristig ein Wirtschaftswachstum von bis zu 3,7 Prozent und die Schaffung von zusätzlich 27.500 Arbeitsplätzen erwarten." Gleichzeitig könnten durch berufliche Ausbildungsangebote im Europa der 15 mögliche Strukturprobleme abgefangen werden.

Um den Rückstand im Bereich der neuen Technologien aufzuholen, forderte Gröhs eine forcierte Deregulierung und weitgehende Initiativen im Bereich der Hochleistungsinfrastruktur. Dazu zählen für Gröhs auch die zügige Umsetzung der Richtlinien über elektronische Signatur und den elektronischen Geschäftsverkehr. "Wir brauchen eine Initialzündung für den digitalen Geschäftsverkehr durch die beschleunigte Umsetzung des e-government, um schnellere Rechtssetzung, größere Transparenz und sinkende Kosten für die Bürger und die Unternehmen zu erreichen." Durch einen solchen Schritt könnte Europa "die strukturellen Nachteile gegenüber den USA" deutlich mindern. Letztendlich könnte eine EU-weite Initiative zur Etablierung des mobilen Internet den Vorsprung Europas im Mobilfunk nützen und den Weg vom e-business zum m-business verkürzen.

Zur Sicherung des Standortes für die Technologienbranchen mahnte Dr. Gröhs eine weitere Flexibilität am Arbeitsmarkt ein. Durch den Abbau der Zuwanderungsbarrieren, die selektive Öffnung der Grenzen und durch die verstärke Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt könnten die Qualifizierungsdefizite abgebaut werden. Dabei seien aber Rahmenbedingungen nötig, die es Frauen aktiv ermöglichen, wieder in das Arbeitsleben einzusteigen.

Abschließend betonte der Deloitte & Touche Partner, dass auch ein Modernisierungsprogramm im Bildungsbereich notwendig sei. Für die Qualifizierung für das neue Jahrtausend gebe es klare Zielvorgaben. "Wir brauchen kürzere Studienzeiten für jene Studienrichtungen, die auf den Eintritt der Absolventen in die Wirtschaft gerichtet sind, mehr Orientierung an der Praxis und berufsbegleitendes Lernen bis ins hohe Alter".

Einer schrankenlosen Befreiung der Wirtschaft von nationalen und sozialen Aufgaben erteilte Gröhs in seiner Rede eine klare Absage. "Unser Ziel muss es sein, eine kontinuierliche Wirtschaftsentwicklung und eine Steigerung des relativen Wohlstands aller Bürger zu erreichen. Es geht um eine Absicherung gegen konjunkturelle und strukturelle Brüche, die zu sozialen Härten führen könnte." Nach Ansicht Gröhs' hätte Europa die besten Voraussetzungen, zur weltwirtschaftlichen Führungskraft in den nächsten Jahrzehnten zu werden.

Die Konferenz "Europa und USA im Spannungsfeld von Wirtschaft und Politik" ist das heurige Highlight der neuen Kongressreihe "Wirtschaftsblatt Seminare + Kongresse", welche von den drei Partnern Deloitte & Touche, Wirtschftsblatt und MDI ins Leben gerufen wurde. Events zu den verschiedensten Themen aus Wirtschaft und Politik stehen heuer noch auf dem Programm. Deloitte ist in dieser Partnerschaft für die inhaltliche Kompetenz verantwortlich. Weitere Referenten des Kongresses sind u.a. Prof. Jeffrey A. Frankel, Harvard University, Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel, Dkfm. Dr. Claus Raidl, Generaldirektor Boehler-Uddeholm, Franz Rottmeyer, Generaldirektor Opel Austria und Ehrengast Mr. William J. Clinton.

Deloitte & Touche ist eines der weltweit führenden Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs- sowie Consultingunternehmen. Die Gruppe betreut sowohl multinationale und große nationale Unternehmen und öffentliche Institutionen, aber auch zunehmend eine Vielzahl schnell wachsender Klein- und Mittelbetriebe in 133 Ländern mit 92.000 Mitarbeitern.

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