Der Baustellensommer 2001

Verkehrsstadtrat Schicker präsentiert wichtige Bauvorhaben

Wien, (OTS) Das Wiener Straßennetz umfasst derzeit (alle Zahlen gerundet) eine Länge von 2800 Kilometern mit einer Fläche von 35,6 Millionen Quadratmetern. Enthalten sind darin eine Brückenfläche von 0,9 Millionen Quadratmetern, 450 Kilometer Gleisanlagen der Wiener Linien sowie ein Versorgungs- und Entsorgungsnetz mit einer Länge von 42.000 Kilometern, wozu immer neue Leitungen, vor allem auf dem Datenübertragungssektor, kommen. In den meisten Fällen können Erweiterungen, Anpassungen und Erneuerungen im Straßenraum nur durch Aufgrabungen vorgenommen werden, im Jahr 2000 waren es rund 13.000.

Stadtrat DI Rudolf Schicker - zuständig für Stadtentwicklung und Verkehr, präsentierte in einem Pressegespräch am Mittwoch Vormittag die wichtigsten Vorhaben des "Baustellensommers 2001". Schicker wies in seinen Einleitungsworten auf den entsprechenden Koordinierungsaufwand bei so zahlreichen Maßnahmen hin, und auch auf die teilweise komplexen Finanzierungsfragen, weil ja der Bund (ASFINAG), das Land Wien und die Bezirke über die Dezentralisierung hereinspielten. Im Speziellen zum Radweg auf der 2er-Linie kündigte der Stadtrat an, dass er noch diese Woche mit Frau Bezirksvorsteherin Kostal ein diesbezügliches Gespräch führen werde.

Die Stadtverwaltung setzt auch heuer alles daran, die durch die Baumaßnahmen bedingten Beeinträchtigungen von Anrainern und Verkehrsteilnehmern möglichst gering zu halten. Wie jedes Jahr erfolgen auch entsprechend breitgefächerte Informationen über die wesentlichen Vorhaben, die auch heuer wieder durch ein Zivilingenieur-Büro überprüft werden. Die Koordinierung der Bauarbeiten in verkehrstechnischer Hinsicht führt die MA 46 -Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten, durch. Im Rahmen dieser Abteilung besteht auch die "Wiener Verkehrsinformation", erreichbar jeweils von Montag bis Freitag, von 7 bis 18 Uhr, unter der Telefonnummer 81114/92700 DW. Hier können Anrainer und Verkehrsteilnehmer durch das Aufzeigen allfälliger Mängel oder das Einbringen von Vorschlägen zur Verbesserung örtlicher Verkehrsabläufe beitragen.

Finanzierung des Wiener Straßenbaues auf mehreren Ebenen

Die Finanzierung des Wiener Straßenbaues erfolgt auf mehreren Ebenen, die Budgetmittel werden folgendermaßen ausgewiesen:

A) Gemeindestraßen

Für die baulichen Maßnahmen im Straßennetz der 23 Bezirke sind heuer in den Bezirksbudgets in Summe 489,4 Millionen Schilling veranschlagt; davon für die Erhaltung 136,2 Millionen.

Für die Erschließung der Stadtentwicklungsgebiete, die Betreuung der Ringpassagen, aber auch für Projektierungen auf Gemeinde- und Bundesstraßen, Errichtung von Radwegen im Bundesstraßennetz, wurden 217,6 Millionen Schilling präliminiert.

B) Bundesstraßen

1) Bundesstraßen A (Autobahnen)

Bei Baumaßnahmen (Neubauten, Umbauten, Instandsetzungen) erfolgt die Finanzierung direkt aus dem ASFINAG-Budget. Dafür stehen dem Land Wien heuer netto (ohne Umsatzsteuer) 107,2 Millionen Schilling zur Verfügung.

Erhaltung, Planung und Bauleitung werden gemäß Werkvertrag zwischen der ASFINAG und dem Land Wien seit dem Jahr 1997 gegen ein vereinbartes Entgelt - heuer im Wiener Voranschlag 177,3 Millionen Schilling - vom Land Wien wahrgenommen. Die Durchführung erfolgt durch die MA 28 - ERHOB (Erhaltung des hochrangigen Bundesstraßennetzes).

2) Bundesstraßen B

Die Bundesstraßen B werden vom Land Wien in Wahrnehmung der mittelbaren Bundesverwaltung betreut. Die Finanzierung erfolgt über das Bundesbudget bzw. das Bundesministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten. Für das Jahr 2001 stehen Mittel in der Höhe von 480,4 Millionen Schilling zur Verfügung.

Festzuhalten ist, dass die Budgetzahlen im Bundesstraßenbereich die gesamten Kosten der Vorhaben beinhalten, also auch die Aufwendungen für MA 25 - Lärmschutzfenster, MA 28 -Straßenbau und Grundfreimachungen, MA 29 - Brückenbau, MA 33 - Öffentliche Beleuchtung, MA 42 - Grünverbau, MA 46 - Verkehrslichtsignalanlagen und Leiteinrichtungen.

Einige wesentliche Bauvorhaben

o A 23/Südosttangente. Randstreifen- und Dehnfugenerneuerung sowie

Lagertausch im Bereich St.Marx

- Seit Anfang Mai d.J. wird - voraussichtlich bis 15. November -

an der Randstreifenerneuerung gearbeitet. Dazu kommen die Verstärkung der Pfeiler und der Tausch der Brückenlager. Damit wurde ebenfalls Anfang Mai begonnen, Endtermin voraussichtlich Jahresende 2002. Die entsprechenden Verkehrsmaßnahmen wurden bereits realisiert.

- Austausch von 4 Fahrbahndehnfugen mit Einsatz des Fly-over. Auch

heuer wird wieder die bewährte, von der MA 29 - Brückenbau und Grundbau entwickelte Konstruktion zum Einsatz kommen. Unter der Behelfsbrücke werden die Dehnfugenkonstruktionen (Dilatationen) bei voller Aufrechterhaltung des Verkehrs erneuert.
Arbeitsbereich ist:

- Hochstraße St.Marx im Zeitraum Ende August bis Ende Oktober 2001

(die genauen Termine und Verkehrsmaßnahmen werden noch bekanntgegeben). Kosten 11 Millionen Schilling.

o 12., Altmannsdorfer Straße von Sagedergasse bis Südbahn und

Sagedergasse von Altmannsdorfer Straße bis Breitenfurter Straße. Kompletter Straßenumbau sowie mehrere Einbauten (Kanal, Wasser, Fernwärme Wien. Termin Juni 2002 bis Herbst 2002. Gesamtkosten 140,0 Millionen Schilling, davon Straßenbau 62,0.

o 1., Radetzkybrücke. Baumaßnahmen von MA 29, MA 45 und Wiener

Linien, bedingt durch Schäden am Tragwerk und schlechten Fahrbahnzustand. Termin Juli und August 2001. Gesamtkosten
15 Millionen Schilling, davon Brückenbau 9 Millionen.

o Ausbau der Flughafenschnellbahn "S 7" . Im 3. Bezirk die

Plateaubereiche Rennweg/Ungargasse, verkehrswirksame Maßnahmen Mitte Juli bis Mitte August 2001, und Leberstraße/Grasbergergasse, Verkehrsmaßnahmen ab Mitte Mai auf Dauer von voraussichtlich vier Monaten. Kosten der Baumaßnahmen der Stadt Wien 170,0 Millionen Schilling, davon MA 28 78,0.

o 11., Geiselbergstraße/Leberstraße. Abbruch und Neubau der ÖBB

-Brücke sowie Errichtung der neuen Haltestelle Geiselbergstraße im Zeitraum Juli 2001 bis Frühjahr 2002.

Bereich Leberstraße/Schemmerlbrücke. Neubau und Abbruch der ÖBB-Brücke-Schemmerlbrücke im Zeitraum Mai bis August 2001. Zu diesen Vorhaben kommen noch mehrere Bauprojekte in anderen Straßenzügen des 11. Bezirks, über die Verkehrsmaßnahmen wird jeweils gesondert informiert. Die Gesamtkosten für den Abschnitt "S 7 Wien Simmering" (Bahnkilometer 2,77 bis 11,26) betragen 2 Milliarden Schilling, davon die Bauleistungen der Stadt Wien 240,0 Millionen Schilling (MA 28 151,0 Millionen).

o 2.,/20., Innstraße zwischen Dresdner Straße und Pasettistraße.

Die Nordbahnunterführung weist eine zu geringe Höhe für neuzeitliche LKW-Aufbauten auf, die Fahrbahn wird tiefer gelegt. Dazu kommen diverse andere Arbeiten (Stützmauern etc.). Termin seit Anfang Mai bis Ende Juli 2001. Gesamtkosten 16,5 Millionen Schilling, davon MA 28 12,7.

o 3., Landstraßer Hauptstraße zwischen Juchgasse und

Kundmanngasse.

Umbau eines weiteren Abschnitts der Landstraßer Hauptstraße in zwei Bauphasen im Gesamtzeitraum Anfang Juli bis Ende November 2001. Die Fahrbahn erhält einen lärmmindernden Belag, die Gehsteige teilweise Decorplatten; auch Baumpflanzungen sind vorgesehen. Gesamtkosten 50,0 Millionen Schilling, davon MA 28
40,0.

- Wie jedes Jahr wird über die Bauvorhaben im Wiener Straßennetz

wieder eine ausführliche "RK-Spezial" mit den Detailangaben erscheinen.

(Schluss) pz

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