Schweitzer: Schulpaket notwendiger und wichtiger Schritt für moderne Bildungspolitik

Innovatives Schulpaket darf nicht billiger Fundamentalopposition der SPÖ zum Opfer fallen

Wien, 2001-05-16 (fpd) - "Nicht die längst notwendig gewordene Änderung des Schulunterrichtsgesetzes, sondern die Verhinderung dessen bedeutet einen Rückschritt in eine Steinzeitpädagogik", konterte heute der freiheitliche Bildungssprecher Mag. Karl Schweitzer den Unkenrufen der Oppositionsparteien zur geplanten Änderung des Schulunterrichtsgesetzes. ****

Es sei hochgradig verantwortungslos von den Oppositionsparteien, insbesondere der SPÖ, die längst notwendig gewordene Modernisierung des Schulunterrichtsgesetzes aus reiner politischer Kleingeldkrämerei zu verhindern. Schweitzer kritisierte insbesondere den sozialdemokratischen Bildungssprecher Antoni, der offensichtlich Gusenbauers Diktat unterliege. "Die Kritik der Opposition vermittelt den Eindruck, daß Lehrern keine pädagogischen Fähigkeiten zugetraut werden", so Schweitzer weiter. Die Kritik treffe in dem Fall nicht die Regierung sondern vielmehr die Lehrer und Eltern in den Schulpartnerschaftsgremien, denn sie müßten ja über die konkreten Maßnahmen beraten. Ihnen wird unterschwellig von der Opposition mangelnde pädagogische Fähigkeit unterstellt, so der freiheitliche Bildungssprecher.

Die Änderung des SchuG sei, führte der freiheitliche Bildungssprecher weiter aus, notwendig und wichtig, zumal die gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahre im bestehenden Gesetz nicht mehr in ausreichendem Maße berücksichtigt worden seien. "Die Schüler erhalten damit mehr Mitsprache, da auch sie im Gremium vertreten wären. Problemschüler landen dadurch nicht mehr gleich vor einer Disziplinarkonferenz", erklärte Schweitzer und betonte, daß dadurch für die Lehrer eine erweiterte gesetzliche Grundlage für Konfliktlösungen geschaffen würde.

Eine wesentliche Aufgabe im Rahmen der neuen Verhaltensvereinbarungen werde es sein, sich verstärkt der Beratung von Erziehungsfragen, der Hilfestellung in Konfliktsituationen und der Entwicklung von Konfliktlösungsstrategien zu widmen. Dies seien alles Maßnahmen, die von Lehrern, Eltern und Schülern sehr begrüßt würden und die dazu beitragen, daß die Zusammenarbeit zwischen Eltern, Lehrern und Schülern gestärkt werde, so Schweitzer.

"Jeder lernwillige Schüler hat ein Recht auf möglichst störungsfreien und reibungslosen Unterricht. Für eine neue Schulkultur sind moderne Erziehungsvereinbarungen notwendig und unumgänglich. Im Hinblick auf die zunehmenden Aufgaben der Schule auf dem Gebiet der Persönlichkeitsbildung soll durch Verhaltensvereinbarungen die Zusammenarbeit aller Schulpartner neue Akzente erhalten und Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten festgelegt werden", erklärte Schweitzer. Anstelle formaler festgeschriebener Sanktionsprozesse würde damit nun eine Möglichkeit zur präventiven Konfliktlösung und -vermeidung in Kraft treten.

Die Ablehnung dieser Gesetzesänderung durch SPÖ und Grüne würde nicht nur einen Stillstand in der Bildungspolitik, sondern auch einen Rückschritt in eine Steinzeitpädagogik bedeuten. Anstatt Blockadepolitik zu betreiben, solle die SPÖ konstruktiv an der Verbesserung des Bildungssystems mitarbeiten, empfahl der freiheitliche Bildungssprecher. (Schluß)

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