Gewerbeverein: "Rauchen tötet" ist eine bewusste Irreführung

Wien (OTS) - Mit drastischen Warnhinweisen auf Zigarettenpackungen will die EU den Kampf gegen das Rauchen verstärken. Die Richtlinie wurde gestern vom Europäischen Parlament verabschiedet. Danach müssen Hinweise wie "Rauchen tötet" ab 2004 auf beiden Seiten der Zigarettenpackungen abgedruckt werden und jeweils mindestens 30 beziehungsweise 40 Prozent der Fläche einnehmen.

Die bestimmte Aussage, dass Rauchen tötet, ist eine bewusste Irreführung.

- Grundsätzlich ist bis heute kein monokausaler Beweis gelungen, dass Rauchen tötet - wenngleich es zugegebenermaßen schwerwiegende Anhaltspunkte über eine Verbindung von übermäßigem Rauchen und Krankheit bzw. Mortalität gibt.

- Offensichtlich übersieht das Europaparlament, dass es wohl auf die Dosis ankommt - eine Zigarette am Tag tötet nicht.

- Genauso irreführend wären Sätze, wie "Autofahren tötet" oder "Alkoholkonsum führt zum sicheren Ableben". Messerverkäufer müssen möglicherweise - geht es nach unserer europäischen Volksvertretung -bald damit rechnen, dass sie ihre Produkte mit mit dem Signet zu schmücken haben, "Messer dienen zum Morden".

Es mag schon verantwortlich sein, Bürger vor exzessiven Gefahren zu warnen. Alleine: Mündige Bürger - die will doch die EU - wissen, wo ihre Grenzen sind. Einer grundsätzlichen Form des Genusses zu unterstellen, dass sie tödlich enden muss, ist inkonsequent - so der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV). Sonst müsste bald eine Richtlinie mit folgendem Wortlaut erlassen werden:
"Geschlechtsverkehr tötet" - immerhin gibt es dabei selten aber doch tödliche Infektionen und auch der Infarkt kann zuschlagen.

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