Schicker: Kreative, innovative und dynamische Planung gemeinsam mit den Menschen anstatt "Speed kills"

Untätigkeit der derzeitigen Bundesregierung gefährdet die Zukunftschancen Wiens

Wien (SPW) Eine "kreative, innovative und dynamische Planung für und mit den Menschen" kündigte Stadtentwicklungs- und Verkehrsstadtrat DI Rudolf Schicker im Rahmen der gestrigen Podiumsdiskussion zum Thema "Wohin baut Wien?" an. Die vom "Standard" organisierte und überaus gut besuchte Veranstaltung gestaltete sich auch darüberhinaus sehr interessant.****

Gleich zu Beginn wies Schicker auf die sich drastisch verändernde internationale Positionierung Wiens durch die EU-Erweiterung hin. "Die Sackgassensituation ist schon längst weggefallen. Nun gilt es, von der Brückenfunktion weg eine starke Position inmitten gleichwertiger Partnerstädte aufzubauen", so Schicker. Wien würden sich in diesem Netzwerk mit Prag und Budapest ausgezeichnete Chancen eröffnen, vor allem dürften die dringend erforderlichen Infrastrukturprojekte aber jetzt nicht verschlafen werden. Schicker forderte in diesem Zusammenhang die derzeitige Bundesregierung auf, endlich längst paktierte Projekte umzusetzen. S80, S45, die B301, Lainzer Tunnel oder der Zentralbahnhof Wien duldeten keine weiteren Verzögerungen. Er sei für kreative Lösungen stets offen, einer simplen Kostenverlagerung vom Bund auf die Länder werde er aber sicher nicht zustimmen, so Schicker.

Innerstädtisch will sich Schicker für eine flexiblere und vereinfachte Bauordnung stark machen. Großen Beifall erntete er auch für seine Ankündigung, den öffentlichen und nichtmotorisierten Verkehr massiv aus- und weiterzubauen. Wesentliche Elemente der zukünftigen Planungstätigkeit werden Bürgerbeteiligung und permanente Information sein, wozu Schicker auch intensiv die Möglichkeiten der neuen Informationstechnologien nutzen will. Ob Wien-Mitte, Nordost-Umfahrung oder Stadterneuerungsprojekte - Diskussion und Konsens müsse auf jeden Fall Vorrang vor "Speed kills" gegeben werden. "Binnen der nächsten Jahre werden wir daher einen modernen Stadtentwicklungsplan und einen Verkehrsmasterplan erarbeiten. Umweltverträglichkeit, die Menschen und deren Lebensqualität stehen dabei im Mittelpunkt", machte Schicker seine Prioritäten klar. Denn sein Ziel sei es, "in einer modernen und weltoffenen Stadt für und mit den Menschen da zu sein". (Schluss) kh

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 53 427-235

Pressedienst der SPÖ-Wien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DSW/DSW