Cannes: Weltpremiere für österreichischen Kinofilm mit ORF-Beteiligung

Großes Interesse an Michael Hanekes "Klavierspielerin"

Wien (OTS) - Im Rahmen der 54. Filmfestspiele von Cannes feierte gestern, am Montag, dem 14. Mai 2001, Michael Hanekes "Die Klavierspielerin" ihre offizielle Weltpremiere: Hanekes filmische Umsetzung des gleichnamigen Romans von Elfriede Jelinek - vom ORF unterstützt im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens - läuft gegen 22 weitere Filme aus aller Welt im offiziellen Wettbewerbsprogramm um die renommierte "Goldene Palme". Die mit Isabelle Huppert und Annie Girardot in den Hauptrollen hochkarätig besetzte internationale Produktion - eine Geschichte um Hassliebe, Abhängigkeit, Voyeurismus und masochistische Selbstverletzung - ist seit ihrer Pressevorführung am Sonntagabend in Cannes viel diskutiert. Die Weltpremiere fand unter anderem in Anwesenheit von Regisseur Michael Haneke, des kompletten Darstellerstabs - allen voran die Hauptprotagonisten Isabelle Huppert, Annie Girardot und Benoît Magimel -, sowie in Anwesenheit der Produzenten des Films - Veit Heiduschka (Wega-Film) und Marin Kamitz (MK2) -, der ORF-Damen Mag. Kathrin Zechner, ORF-Programmintendantin, und Sissy Mayerhoffer, ORF-Marketingchefin, sowie zahlreichen internationalen Vertretern der Film- und Medienbranche statt. "Die Klavierspielerin" erntete großen Publikumsapplaus und zog das Interesse der internationalen Presse auf sich. ORF-Programmintendantin Mag. Kathrin Zechner, die den Film in ihrer Funktion als Mitglied der österreichischen Filmkommission förderte, ist vom jüngsten Werk Hanekes begeistert: "Einer der faszinierendsten Filme seit langem! Mit der Verfilmung dieses Psychogramms ist Michael Haneke ein dramaturgischer Hochseilakt gelungen - mit einer unglaublichen darstellerischen Leistung seiner Schauspieler!" Mit "Die Klavierspielerin" ist Haneke nach "Funny Games" (1997) und "Code Inconnu" (2000) bereits zum dritten Mal zum Wettbewerb von Cannes geladen.

Am Strand des Hotels Majestic gaben die Austrian Film Commission und der ORF im Anschluss an die offizielle Premierenvorführung einen Mitternachtsempfang für rund 350 Personen, bei dem auch die Hauptdarsteller anwesend waren. Zu Gast war ebenso das Team von COOP 99 dabei - jene Produktionsfirma, zu der sich die jungen österreichischen Filmschaffenden Barbara Albert, Martin Gschlacht, Michael Seeber, Antonin Swoboda, Heinz Stussak und Jessica Hausner zusammengeschlossen haben. Hausner steuert mit ihrem Spielfilmdebüt "Lovely Rita", entstanden mit ORF-Förderung, den zweiten österreichischen Beitrag bei, der in der "Sélection Officielle" des Filmfestivals von Cannes vertreten ist. "Lovely Rita" ist eine bestechend scharfe Milieustudie einer kleinbürgerlichen Welt und ihrer Kulisse, in deren Mittelpunkt die 15-jährige Rita steht - eine Außenseiterin, deren unbändiges Verlangen nach Liebe und Zuwendung in einem Desaster endet. Im Gegensatz zu Michael Haneke arbeitete die 28-jährige Regisseurin bei "Lovely Rita" durchwegs mit Laiendarstellern. Die offizielle Premiere des Films, der in der Programmreihe "Un certain regard" läuft, findet heute Abend, am Dienstag, dem 15. Mai 2001, statt.
"Alleine durch Michael Hanekes und Jessica Hausners Teilnahme am diesjährigen Filmfestival in Cannes wurde dem österreichischen Filmschaffen eine große, internationale Aufmerksamkeit zuteil" gibt ORF-Programmintendantin Mag. Kathrin Zechner ihrer Freude Ausdruck. "Noch nie waren Aufmerksamkeit und Anerkennung für die heimische Filmbranche so notwendig wie heute. Für den ORF - der über das Film/Fernseh-Abkommen beide Arbeiten mitgefördert hat - möchte ich Anerkennung und Gratulation für Michael Haneke und Jessica Hausner aussprechen, verbunden mit der Hoffnung, dass ihr Beispiel Impulsgeber für die heimische Filmlandschaft sein möge ...", so Zechner.

Das 54. Filmfestival von Cannes endet am Sonntag, dem 20. Mai 2001.

(Fotos via APA!)

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