Blecha: Unrecht bei Kriegsgefangenenentschädigung beenden

Wahlweise Monatsentschädigung oder Einmalzahlung gefordert

Wien (SK) "Die Geduld ehemaliger Kriegsgefangener, die von Entschädigungszahlungen ausgegrenzt wurden, geht zu Ende", erklärte Montag Abend in Wien bei einer Aussprache mit Vertretern dieser Personengruppe Karl Blecha, Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs. ****

Schon bei der Beschlussfassung des Kriegsgefangenen-Entschädigungsgesetzes im Herbst des vergangenen Jahres hat der Pensionistenverband Österreichs, die stärkste Interessenvertretung der Seniorinnen und Senioren in Österreich, Protest eingelegt, weil österreichische Kriegsgefangene, die in verschiedenen westeuropäischen und überseeischen Lagern festgehalten worden waren, von der Entschädigung, die Kriegsgefangenen in Mittelost- und Osteuropa gewährt wurde, ausgenommen wurden.

Der Pensionistenverband Österreichs (PVÖ) hat einige tausend Männer und deren Schicksale erfasst, Protestaktionen organisiert und an die Parlamentsparteien appelliert. "Es ist durch nichts erklärbar, dass Österreicher, die in Frankreich und Belgien in Kohlengruben unter unmenschlichen Bedingungen geschuftet haben, die in Steinbrüchen und Schwefelhöhlen Nord-Griechenlands arbeiten mussten oder in marokkanischen Gefängnissen festgehalten waren, keine Entschädigung bekommen sollen", führte Blecha aus.

Nach mehreren Monaten sachlichen Vorbringens des Unrechts ist die Geduld der Betroffenen am Ende. Der PVÖ fordert daher vom Bundesminister für soziale Sicherheit und Generationen, Haupt, die Einladung der Vertreter des Österreichischen Seniorenrates zu konkreten Gesprächen über die Novelle des Kriegsgefangenen-Entschädigungsgesetzes. Bei der letzten Vorsprache bei Bundesminister Haupt zeigte sich dieser von den vorgetragenen Schicksalen beeindruckt und war auch über eine wahlweise Einmalmalzahlung, die für hochbetagte Personen eine gerechtere Abfindung bedeuten würde als minimale Monatszahlungen, gesprächsbereit. "Was jetzt fehlt, ist ein ganz konkreter Novellierungsvorschlag, der im Konsensweg erarbeitet werden sollte", schloss Blecha. (Schluss) ns/mm

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