FORMAT: Bawag-Chef soll nach Atomic-Pleite bei Innenminister interveniert haben, um Ermittlungen zu stoppen

Laut Finanzprokuratur bat Helmut Elsner den "lieben Freund" Karl Schlögl in drei Briefen, weitere Ermittlungen zu untersagen

Wien (OTS) - Laut Finanzprokuratur hat Bawag-Generaldirektor
Helmut Elsner im Jahre 1998 Innenminister Karl Schlögl in mehreren Schreiben darum gebeten, Beamten des Landesgendarmeriekommandos Salzburg weitere Ermittlungen im Gefolge der Pleite des Ski-Herstellers Atomic zu untersagen. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe.

Laut FORMAT hat der Ex-Eigentümer der Salzburger Ski-Fabrik Atomic, Alois Rohrmoser, den Bawag-Chef 1998 beim Staatsanwalt angezeigt, weil er sich um 300 Millioenen Schilling betrogen fühlte. Rohrmosers Vorwürfe basierten auf einer Strafanzeige von Werner Mayer, Chefinspektor der Kriminalabteilung des Landesgendarmeriekommandos Salzburg, aus dem Jänner 1998. Das Verfahren wurde mittlerweile eingestellt.

Die Bawag hat Justiz- und Innenministerium inzwischen im Rahmen einer Amtshaftungsklage auf acht Millionen Schadenersatz geklagt. In der FORMAT aus dem Justizministerium zugespielten Klagsbeantwortung der Finanzprokuratur, quasi dem Rechtsanwalt der Republik, findet sich über den Verlauf dieser Ermittlungen eine erstaunliche Passage:
"ÖGeneraldirektor Helmut Elsner hat in mehreren Schreiben an den Herrn Bundesminister für Inneres (Karl Schlögl, Anm.) versucht, direkt darauf hinzuwirken, daß der vom Herrn Generaldirektor als "lieber Freund" bezeichnete Herr Bundesminister weitere Ermittlungen durch das Landesgendarmeriekommando Salzburg untersage."

Die Finanzprokuratur fordert die Bawag nun auf, die drei Briefe Elsners an Schlögl vorzulegen. Elsners Reaktion laut FORMAT: "Ich habe nicht interveniert. Gegen diesen Ermittler wurden damals sogar Vorerhebungen eingeleitet."

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