- 11.05.2001, 11:48:00
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Faymann: Wien fördert kreative Ideen zur Zukunft des Wohnens=
Symposion "Lifescapes" von 17. bis 19. Mai im Künstlerhaus
Wien, (OTS) Die Zukunft des Wohnens ist das zentrale Thema des
Symposions "Lifescapes", das kommende Woche vom 17. bis 19. Mai im
Künstlerhaus von der Österreichischen Gesellschaft für Architektur
veranstaltet und von der Stadt Wien unterstützt wird. Internationale
Architekten, Sozialwissenschafter, Kulturhistoriker,
Wohnungspolitiker, Vertreter von Wohnbauträgern und Mietervertreter
diskutieren drei Tage lang über Trends, Entwicklungen, Technologien,
Frei- und Grünräume, Infrastruktur sowie das Verhältnis zwischen
Wohnen, Arbeiten und Freizeit. "Wohnungssuchende stimmen durch die
Nachfrage bei bestimmten Neubauprojekten im Nachhinein quasi über
Qualität und Attraktivität des Wohnbaus ab. Durch die geringen
Leerstehungen und die hohe Wohnzufriedenheit wird Wien auf diese Art
ein gutes Zeugnis ausgestellt. Dennoch ist es sinnvoll, Entwicklungen
und geänderte Bedürfnisse und Vorstellungen der zukünftigen Nutzer
verstärkt zu erforschen und in die Ergebnisse des Wohnbaus des
dritten Jahrtausends einfließen zu lassen", erklärte Wohnbaustadtrat
Werner Faymann.****
Der Wiener Wohnbau zeichnet sich in den letzten Jahren durch
eine Fülle von architektonischen, technologischen und gestalterischen
Neuerungen und Verbesserungen aus. Die wohnbaupolitische Zielsetzung
leistbarer Wohnungen mit höchsten Qualitätsanforderungen hat in Wien
zu einer Reihe von international anerkannten und avantgardistischen
Projekten geführt. Die Gasometer City zum Beispiel verbindet ein
Industriedenkmal mit trendigen Wohnungen und einem modernen Freizeit-
und Dienstleistungsangebot. Mit der Wienerberg City ist der nächste
attraktive und architektonisch hervorragende Stadtteil im Entstehen.
Bei der Planung und Entwicklung neuer als auch bei der Sanierung
bereits bestehender Wohnprojekte orientiert sich die Stadt an den
Interessen und Wünschen der Mieter und Wohnungsbesitzer. In den
letzten Jahren ist es gelungen, ganz spezifische
Interessens-Schwerpunkte in konkrete Wohnbauprojekte umzusetzen. Die
Autofreie Mustersiedlung zum Beispiel oder die Frauenwerkstadt I und
II, diverse Integrations- und Selbstbauprojekte sowie Umweltprojekt
wie die Solar City oder das Zukunftsprojekt "Das dienende Haus" sind
nur einige der sogenannten "Themenbauten", mit denen die Stadt
versucht, den jeweils unterschiedlichen subjektiven Wohnbedürfnissen
der Menschen möglichst nahe zu kommen.
Die Wohnbaupolitik stützt sich unter anderem auf die vielen
Kontakte mit den Wienerinnen und Wienern, auf die Nachfrage am
Wohnungsmarkt auf Untersuchungen und Umfragen, auf Vergleiche mit
anderen Städten, auf die Zukunftsprognosen der Demographie, auf
technologische und architektonische Entwicklungen und auf
infrastrukturelle Möglichkeiten. Eine wesentliche Komponente bleibt
im tagtäglichen Betrieb aber manchmal unterbelichtet. Und das ist der
gesellschaftspolitische, kulturelle und wirtschaftliche Unterbau, auf
dem das wohnrelevante Leben in Wien basiert. Eine vorausschauende
und verantwortungsvolle Politik - und gerade Wohnpolitik - muss über
den fachspezifischen Tellerrand hinausblicken und die Verbindungen zu
anderen Lebensbereichen der Bewohner erkennen und mit einbeziehen.
Diese Verbindungen sind oft deutlich erkennbar, wie zum Beispiel zur
Ökologie, die ja seit Jahren eine bedeutende Rolle im Wohnbau spielt.
Andere Verbindungen sind weniger offensichtlich, sie wirken dessen
ungeachtet aber ebenso stark auf die Wohnbedürfnisse der Menschen in
Wien ein. Die Verbindung zum Trend zur Individualisierung der
Gesellschaft zum Beispiel oder die Verbindung zwischen Wohnform und
individuellem Gesellschaftsbild.
Die Themenbereiche der Veranstaltung spiegeln Wohnen im Kontext
des täglichen Lebens und der gelebten Wohnungspolitik wider. Das
Thema "Wohnen in Medien" behandelt einen Bereich, der in einigen
Neubauprojekten bereits Eingang gefunden hat. So existieren bereits
Wohnbauten mit eigenen internen Kommunikationssystemen und eigenem
Intranet. Darüber hinaus gilt es, die Rolle von Massenmedien bei der
Suche nach der geeigneten Wohnung zu untersuchen. Auch das Thema
"Heim-Werk" spielt in der Wiener Wohnbaupolitik eine immer größere
Rolle. Wohnen und Arbeiten unter einem Dach wurde bereits in vielen
Fällen realisiert. Nun geht es darum, inwieweit diese beiden Bereiche
in ein- und derselben Wohnung kombiniert werden können.
"Wohnen als Politik" hat vor allem die Frage der Lenkung von
Wohnen als Korrektiv zum freien Markt zum Inhalt. Hier spielt die
Wohnbauförderung die wichtigste Rolle. Förderung von Neubau und
Sanierung einerseits ermöglicht leistbare Wohnungen. Personenbezogene
Förderungen wie Wohnbeihilfe und Jungfamilienförderung andererseits
ermöglichen zielgerichtete Unterstützung finanziell Schwächerer. Das
Thema "Stadt als Wohnung" findet sich bereits heute in der
wohnpolitischen Konzeption. So fördert die Stadt neue Wohnprojekte
seit fünf Jahren nach einem neuen Schwerpunktsystem. Statt "auf der
grünen Wiese" werden seither Projekte mit guter Verkehrsanbindung vor
allem im innerstädtischen Bereich forciert. Und das Thema "Wohnen als
Symbol" weist auf das enge Verhältnis zwischen gesellschaftlichen
Regeln, Repräsentation und Status hin.
"Auch wenn Wien für seinen sozialen Wohnbau weltweit Vorbild
ist, wollen wir uns nicht auf den Erfolgen der Vergangenheit
ausruhen, sondern unterstützen Forschungen über zukünftige
Entwicklungen rund ums Wohnen", so Wohnbaustadtrat Werner Faymann.
Das Symposion findet von 17. Mai bis 19. Mai 2001 im Kinosaal
des Künstlerhauses statt (Karlsplatz 5, 1010 Wien). Und zwar
Donnerstag, Freitag und Samstag jeweils von 9 bis 18 Uhr.
Karten für das Symposion können entweder unter www.lifescapes.at
oder bei der ÖGFA ( Österreichische Gesellschaft für Architektur,
Liechtensteinstraße 46a, 1090 Wien, Tel.: 319 77 15) bestellt werden.
(Schluss) gpm
Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag. Gerd Millmann-Pichler
Tel.: 4000/81 869
e-mail: mil@gws.magwien.gv.at
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VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***
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