- 11.05.2001, 11:39:31
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- OTS0124 OTW0091
ÖAAB/AK-Fraktion: FSG lehnt die breite Förderung von Familie und Beruf weiterhin ab
AK-Vizepräsident Alfred Gajdosik tritt für bessere Rahmenbedingungen bei der individuellen Kinderbetreuung in der Vollversammlung der AK Wien ein
"Glauben Sie mir, die Wirtschaft würde mehr Zugeständnisse an die
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer machen, wenn die Politik
dementsprechende Rahmenbedingungen schaffen würde", sagte heute AK-
Vizepräsident Alfred Gajdosik. Er trat in einem Antrag an die AK
Wien dafür ein, die Finanzierung der Kinderbetreuung durch den
Arbeitgeber von der Lohnsteuerpflicht zu entbinden und einen
entsprechenden Freibetrag einzurichten.
"Dass die FSG heute diesen Antrag abgelehnt hat, ist bedauerlich.
Damit spricht sie sich gegen eine flexible individuelle
Kinderbetreuung aus", reagierte der AK-Vizepräsident und ÖAAB-
Fraktionsobmann auf die Ablehnung des ÖAAB-Antrages erbost. Die FSG
sei immer noch in ihren alten Strukturen verhaftet und wie schon in
der Vergangenheit nicht bereit, den Entwicklungen der neuen
Arbeitswelt der Informations- und Kommunikationstechnologien
Rechnung zu tragen. Studien hätten gezeigt, dass Frauen ein enormes
Potential sind, auf das der Arbeitsmarkt zurückgreifen sollte.
Alfred Gajdosik wünscht sich deshalb von seiten der Sozialistischen
Gewerkschafter mehr Konstruktivität anstelle der Ablehnung von
Vorschlägen und Konzepten, welche die Vereinbarkeit von Familie und
Beruf deutlich erleichtern.
In Zeiten der erhöhten Flexibilisierung bei Arbeitszeiten und der
Erhöhung der Zuverdienstgrenzen während der Kinderbetreuungszeiten
seien die Unternehmen immer mehr gefordert und bereit, sich an den
Kosten der Kinderbetreuung für die Kinder ihrer Mitarbeiter zu
beteiligen. Alfred Gajdosik: "Dies wird jedoch leider durch die
bestehende Lohnsteuerpflicht für solche als "Sachbezug" geltenden
Leistungen im großen Rahmen verhindert." Als weitere positive
Effekte, die durch eine Befreiung von der Lohnsteuerpflicht
entstünden, nennt der AK-Vizepräsident abschließend die
Qualitätsförderung von Kinderbetreuungseinrichtungen und die rasche
Anpassung der Kinderbetreuungsangebote an die Nachfrage.
Rückfragehinweis: ÖAAB-Pressestelle
Mag. Cornelia Mayr
Tel.: (01) 40143/274
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