Mobilfunk: Parteien einig - Bald Anrainerrechte in Kärnten

Landtagsparteien wollen Anrainerrechte mit Novelle zur Bauordnung gesetzlich verankern - Vorbild "Salzburger Modell"

Wien (OTS) - "Alle Landtagsparteien sind sich einig: bei der derzeitigen Novellierung der Kärntner Bauordung soll das Anrainerrecht bei Mobilfunksendern gesetzlich verankert werden", freut sich Eva Marsalek, Sprecherin der Plattform Mobilfunk-Initiativen beim heutigen Pressegespräch in Klagenfurt.

"Der anhaltende Widerstand aufgebrachter Bürger und die unmittelbare Nachbarschaft zu Italien, das sich zunehmend als Umweltpionier in Sachen elektromagnetischem Umweltschutz profiliert, haben nun zu diesem neuerlichen Vorstoß in Kärnten geführt", sagt Eva Marsalek, die rund 500 Mobilfunk-Initiativen in ganz Österreich vertritt.

"Salzburger Modell" und Mobilfunk-Petition als Konsens

Die Praxis zeigt, dass nur faire Rechte für Anrainer und die transparente Regelung des Gesundheitsschutzes im Sinne des "Salzburger Modells" und der Mobilfunk-Petition vom 30.11.1999 eine Eskalation des Konfliktes etwa um die Errichtung von Handy-Sendern vermeiden können, stellt Marsalek erneut klar.

Mobilfunk-Krisengipfel mit Gesundheitsminister gefordert!

Während in Sachen BSE-Prophylaxe kein Aufwand gescheut wird, liegen im Verkehrsministerium seit März 2001 vier Studienanträge, darunter auch jener betreffend die Ursachenerforschung gemeldeter akuter gesundheitlicher Reaktionen und Störungen bei Mensch und Tier nach Errichtung von Mobilfunkmasten unbehandelt "auf Eis", kritisiert Marsalek.

Marsalek: "Wir fordern auch Gesundheitsminister Haupt, selbst Unterzeichner der Mobilfunk-Petition, aufgrund der zunehmend bereits heute in Österreich vom Mobilfunk in ihrem Wohlbefinden betroffenen Menschen und Tiere zu unverzüglichem Handeln und Einberufung eines Mobilfunk-Krisengipfels auf!"

Der im Dezember 1999 in der Wiener Zeitung veröffentlichte "Teleletter" des BMV untermauert die Dringlichkeit dafür: "Keine Normungsbehörde hat Expositionsrichtlinien mit dem Ziel erlassen, vor langfristigen gesundheitlichen Folgen, wie einem möglichen Krebsrisiko, zu schützen."

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