Leitl: "Österreich ist einer der großen Gewinner der Osterweiterung"

Europatag der WKÖ, Belangsendung der WKÖ am 10.05. auf Ö1

Wien (PWK344) - Die Wirtschaftskammer Österreich ist in einen ständigen Dialog mit den EU-Beitrittskandidaten unter den Reformländern auf Botschafterebene eingetreten. In einer Veranstaltung, die jährlich wiederholt werden soll, ist man heuer erstmals zu einem wirtschaftspolitischen Meinungsaustausch zusammengekommen. "Wir sind nicht nur Nachbarn, sondern vor allem einer der großen Gewinner der Osterweiterung und das verdanken wir der Außenhandelsorganisation der Kammer, die hervorragende Arbeit geleistet hat," erklärt Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl.

In nur sechs Jahren, von 1995 bis heute, hat Österreich seine Exporte in die Reformländer um 100 Prozent gesteigert. Aus dem Saldo des Außenhandels ließe sich ableiten, so Leitl, dass Österreich in diesem Zeitraum 30.000 Arbeitsplätze zusätzlich gewonnen hat und dass durch die Investitionstätigkeit österreichischer Unternehmungen in den mittel- und osteuropäischen Ländern in der Zwischenzeit 10.000 österreichische Betriebe in diesen Ländern gegründet worden sind. Damit erschließt sich Österreichs Wirtschaft einen Markt von 100 Millionen Menschen - einen Markt mit großem Nachholbedarf direkt vor unserer Haustür. Flexible Übergangszeiten auf dem Arbeitsmarkt, wie sie zuletzt in der Politik diskutiert wurden, begrüßt Leitl. Er warnt aber vor der Gründung von Scheinfirmen in Österreich, die vor allem auf den Bau- und Baunebengewerben tätig werden könnten. Wichtig ist, dass Österreich die Möglichkeiten der EU-Grenzlandförderung ausnützt die Verkehrsinfrastruktur in den Grenzräumen verbessert und die Klein- und Mittelbetriebe der Grenzregionen unterstützt. Aber insgesamt ist Leitl optimistisch: "Bei den Kosten für diese EU-Erweiterung wird Österreich im Durchschnitt Europas mit dabei sein, wird aber, was die Ergebnisse dieser Investition betrifft, überdurchschnittlich profitieren. Österreich gewinnt mehr als sein finanzieller Beitrag dabei ist." (EBK)

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