Hartinger: Jede fünfte Frau wird körperlich oder seelisch mißbraucht

Auch Genitalverstümmelung ist Gewalt

Wien, 08-05-2001 (fpd) "Weltweit wird alle 15 Sekunden einer Frau Gewalt angetan. 20 Prozent der Frauen werden körperlich oder seelisch mißbraucht. Die Verstümmelung der weiblichen Klitoris trifft zwischen 100 und 140 Mio. Frauen, d.h. tagtäglich ca. 6.000 Mädchen und Frauen, hauptsächlich in Afrika. Doch durch Zuwanderung kommt diese abscheuliche Praxis auch bereits seit Jahren nach Europa", so die freiheitliche Gleichbehandlungs- und Gesundheitspolitikerin Abg. Mag. Beate Hartinger bei der informellen Enquete "Weibliche Genitalverstümmelung". *****

"Die sanfteste Variante wird Sunna genannt und bedeutet Teil- bis Vollamputation der Klitorisvorhaut oder Klitoris. Die brutalste Art ist die Infibulation, die komplette Entfernung der inneren und äußeren Schamlippen sowie der Klitoris. Die so verbliebene Wunde wird entweder mit Akaziendornen zusammengesteckt oder es werden die Beine zusammengebunden. Es verbleibt nur eine kleine vaginale Öffnung für Urin und Menstruationsblut. Diese Öffnung ist meistens nicht größer als ein Streichholzkopf. Lebenslange körperliche Komplikationen neben Schock, Angstzuständen und Depressionen sind die Folge", beschrieb Hartinger die weiblichen Folterbeschneidungsmethoden.

"Im Gegensatz zur rituellen Beschneidung von Buben, im Judentum oder Islam, die hygienisch nachvollziehbar ist, ist die Beschneidung von Frauen im Koran nicht erwähnt und widerspricht den islamischen Gelehrten die diese religiös als unerwünschte Handlung sehen. Im Jahr 2000 wurden noch rund 60 Prozent der männlichen Kleinkinder in den USA und 20 Prozent in Kanada beschnitten, in Europa ist diese unüblich", zeigte Hartinger einen Vergleich auf.

Weibliche Beschneidung ein Problem in Österreich, warf Hartinger die Frage auf und erinnerte an einen Fall eines österreichischen Arztes der im Vorjahr weibliche Beschneidung anbot. "Ärztekammerpräsident Dorner reagierte sofort: "Wir lehnen diese Vorgangsweise medizinisch wie ethisch absolut ab".
"Diesen Frauen muß geholfen werden. Aufklärung der Ärzte, Aufklärung und Vertrauensbildung bei den nach Österreich kommenden Migratinnen. Doch auch der Beschneidungstourismus gehört mit allen Mitteln durch Aufklärung in Österreich bekämpft", schloß Hartinger (Schluß)

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