GPA-SchülerInnen zur SchuG-Novelle: Schulsozialarbeit statt "Verhaltensvereinbarungen"

Partnerschaftliche Lösungen statt "Neue Strafen"

Wien (GPA/ÖGB). Die GPA-SchülerInnen sind nicht der Auffassung des Ministeriums, die gesellschaftlichen Veränderungen würden verstärkte "erziehliche Herausforderungen" an die Schule stellen. Um sich gesellschaftlichen Erfordernissen zu stellen und diesen aktiv statt reaktiv zu begegnen, regen die GPA-SchülerInnen die flächendeckende Einführung von Schulsozialarbeit an. Dabei soll, analog dem Arbeitsrecht, eine Mindesteinsatzzeit für Schulpsychologen und SozialarbeiterInnen in Relation zur SchülerInnenzahl bundesgesetzlich festgelegt sein.++++

Deutlich begrüßt werden seitens der GPA die Ansätze schuldemokratischer Strukturen, die das Zusammenleben regeln sollen. Es sei jedoch nicht einzusehen, dass die Ausführung mehrerer Maßnahmen (Ausschluss der SchülerInnen von Schulveranstaltungen, Versetzung in die Parallelklasse, etc.) weiterhin dem/der SchulleiterIn vorbehalten bleibe, anstatt sie dem schulautonomen Disziplinargremium zuzuordnen. Dies wäre nach Ansicht der GPA-SchülerInnen die logische Konsequenz der schulpartnerschaftlichen Schaffung der autonomen Bestimmungen. Vereinbarungen, die gemeinsam getroffen werden, müssen auch gemeinsam umgesetzt werden. Die GPA-SchülerInnen regen an, genauere Bestimmungen und Eingrenzungen der schulpartnerschaftlichen Disziplinargremien durch Bundesgesetz zu regeln, um Missbräuche und Grauzonen zu vermeiden. (lu)

ÖGB, 8. Mai 2001
Nr. 382

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