AKS: Gehrer müsste sich selbst Nachsitzen verordnen

Geplante "Erziehungsvereinbarungen" sind Ausdruck der Konzeptlosigkeit

Wien (SK) "Mittlerweile mit Verbitterung" reagiert die Aktion Kritischer SchülerInnen (AKS) auf die Erziehungspläne der Regierung. Von Bildungsministerin Gehrer seien alternative Vorschläge seit über einem Jahr konsequent ignoriert worden. Die Bildungssprecher der Regierungsparteien glänzten durch Abwesenheit bei diesbezüglichen Podiumsdiskussionen. Folgt Bildungsministerin Gehrer konsequent ihrer pädagogischen Logik, müsste nach Oliver Prausmüller, Bundesvorsitzender der AKS, "sie sich selbst Nachsitzen aufgrund des wiederholten Verletzen ihrer Pflichten als Bildungsministerin verordnen". So verschweige Gehrer z.B. vordergründig die Notwendigkeit einer 2/3-Mehrheit für die Umsetzung ihrer Erziehungsmittelpläne im Parlament. "Populismus geht für Gehrer vor breiter Diskussion mit den Betroffenen. Angesichts ihres massiven Glaubwürdigkeitsverlustes nach der Einführung der Studiengebühren versucht Gehrer zu Lasten der SchülerInnen wieder Fuß zu fassen", kritisierte Prausmüller. ****

Den Diskussionen am größten SchülerInnenvertretungskongresses Anfang März sind die VertreterInnen der Regierungsparteien ferngeblieben. U.a. wurde dort die Ausbildung von SchülerInnen als KonfliktmediatorInnen nach deutschem Vorbild favorisiert. Diese "SchülerInnenlotsen" können nach Studien bis zu 95 Prozent der Konflikte direkt unter den SchülerInnen schlichten. Des weiteren steht der "dringende Aufbau eines flächendeckenden Konfliktmanagementschulungsangebot" laut Prausmüller an. "Zur Zeit gibt es nicht einmal einen ausgebildeten Konfliktschlichter pro Schule. Kostenintensive private Ausbildungen sind das Hindernis für viele SchulpartnerInnen", beschreibt der Vorsitzende die Problematik an den Schulen. Des weiteren wird seitens der AKS auf das Modell der "Konfliktschlichtungsgruppe" (KLG) im Wiener Gymnasium Hegelgasse verwiesen.

"Es käme auch niemand auf die Idee jemanden ohne Führerschein Auto fahren zu lassen. Pädagogischer Dilettantismus und bildungspolitische Konzeptlosigkeit prägen jedoch die Vorstöße der Bildungsministerin", schloss Prausmüller. (Schluss) wf/mp

Rückfragehinweis: 0699-114 08 142 (Oliver Prausmüller), unter www.aks.at sind Vorschläge zum alternativen Konfliktmanagement an den Schulen downloadbar.

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