ÖGB: Finanzminister Grasser ist kein gutes Vorbild

Was für Schüler Recht ist, muss auch für Finanzminister Grasser gelten

Wien (ÖGB). Als Vertreter des so genannten "kleinen Mannes" bevorzugt Finanzminister Grasser lieber einen Luxusurlaub auf Hawaii, statt Österreich beim EU-Finanzministertreffen (Ecofin) in Brüssel zu vertreten. Herr Grasser ist damit alles andere als ein gutes Vorbild für Österreichs SchülerInnen, für die der Ministerrat heute eine umstrittene Verhaltensvereinbarung beschließen will, die unter anderem einen pünktliche Schulbesuch festlegt. "Wenn die Anwesenheitspflicht für SchülerInnen Recht ist, dann muss das auch für Finanzminister Grasser gelten", stellte die Leitende Sekretärin im ÖGB, Roswitha Bachner, fest.++++

Wenig Ambitionen zeigt Finanzminister Grasser, Österreichs Interessen beim EU-Finanzministertreffen in Brüssel, bei dem Konjunkturerwartungen für die Euro-Zone, die Euro-Bargeldeinführung und EU-Bestimmungen für die betriebliche Altersvorsorge beraten werden, zu vertreten. "Der blaue Finanzminister verbringt lieber einen Luxusurlaub auf Hawaii, von dem der so genannte 'kleine Mann' wohl nur ein Leben lang träumen kann", kritisiert die Leitende Sekretärin im ÖGB. Während der Ministerrat heute quasi eine "Anwesenheitspflicht" für SchülerInnen beschließt, vernachlässigt der smarte FPÖ-Minister, dessen Salär aus Steuergeldern bezahlt wird und von dem man erwarten müsste, dass er seinen Terminkalender besser koordinieren kann, seine Pflichten in Brüssel kläglich.

"Damit ist Herr Grasser alles andere als ein Vorbild für Österreichs SchülerInnen. Was für diese Recht ist, muss um so mehr für Finanzminister Grasser gelten. Doch genau das Gegenteil ist der Fall:
"Nach dem Unfallrentner steuerlich bestraft werden und durch die notdürftige Reparatur der Ambulanzgebühren diese jetzt noch unsozialer geworden sind, bevorzugt der Finanzminister in Hawaii zu urlauben, statt die Interessen Österreichs in Brüssel zu vertreten", so Bachner abschließend. (ew)

ÖGB, 8. Mai 2001
Nr. 381

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