Schwarz-Blau plant nächsten Angriff auf Pensionen

Sollte ÖVP in der nächsten Regierung sein, droht weitere Pensionsverschlechterung

Wien (FSG). "Für die ÖVP ist der nächste Anschlag auf die Pensionen scheinbar fix", übte die Bundessekretärin der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) im ÖGB, Roswitha Bachner, heftige Kritik an den Aussagen von ÖVP-Finanzstaatssekretär Alfred Finz, der einen "steileren Anstieg des Pensionsantrittes zum gesetzlichen Pensionsantrittsalter fordert. Gleichzeitig meinte er, dass man damit nicht fünf Jahre warten dürfe. ÖVP-Sozialsprecher Feurstein wurde noch deutlicher und will mit Ende 2002 die erst im Vorjahr beschlossene Pensionsreform evaluieren. "Sollte daher die ÖVP in der nächsten Legislaturperiode im Parlament das Sagen haben, ist mit weiteren Verschlechterungen bei den Pensionen zu rechnen", fürchtet die FSG-Bundessekretärin ++++

Erst im Herbst des Vorjahres wurde eine neue Pensionsreform beschlossen, die für Frauen und Männer bedeutet, dass sie eineinhalb Jahre länger arbeiten müssen und außerdem für jedes Jahr, das sie vor dem gesetzlichen Pensionsantrittsalter in Pension gehen, einen Abschlag von drei Prozent in Kauf nehmen müssen. Vor allem ältere ArbeitnehmerInnen sind von der jüngsten Pensionsreform schwer betroffen. Schon jetzt tritt mehr als die Hälfte aller ArbeitnehmerInnen ihre Pension im Anschluss an Krankheit oder Arbeitslosigkeit an. Ein weiteres Anheben des Pensionsantrittsalter kann vor diesem Hintergrund nur als Zuckerbrot für die Unternehmen und als Peitsche für die ArbeitnehmerInnen verstanden werden. Die Unternehmen wollen sich Bildungsinvestitionen für ältere ArbeitnehmerInnen vom Staat fördern lassen und stellen gleichzeitig ihren älteren MitarbeiterInnen noch stärkere Sanktionen in Aussicht.

Bachner verlangt daher, älteren ArbeitnehmerInnen konkrete Chancen am Arbeitsmarkt zu bieten, statt eine neue Pensionsdebatte zu eröffnen, die große Beunruhigung auslöst. Die FSG-Bundessekretärin fordert daher endlich die längst überfälligen Maßnahmen zu setzen, damit ältere ArbeitnehmerInnen länger in Beschäftigung gehalten werden können. (ew)

FSG, 8. Mai 2001
Nr. 59

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