Postgewerkschaft gegen Aufsplittung der Österreichischen Post AG

Wien (GPF/ÖGB). Die Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten (GPF) lehnt die in den letzten Tagen kolportierte Meldung bezüglich der Aufsplittung der Österreichischen Post AG in mehrere Unternehmen entschieden ab.++++

Eine derartige Maßnahme, so der Vorsitzende Hans-Georg Dörfler, ist weder betriebswirtschaftlich sinnvoll noch notwendig und würde nur zu einer Vermehrung von Vorstandsposten und mehr Personal im Overheadbereich führen. Auch die von der ÖIAG erzwungene Ausschüttung einer Sonderdividende von der Post AG in der Höhe von 5 Milliarden Schilling deutet darauf hin, durch eine finanzielle Aushungerung der Post, die Einleitung dieser Maßnahmen gerechtfertigt erscheinen zu lassen. Anstatt der Post das notwendige Kapital zu entziehen und über eine Filetierung der Post AG nachzudenken, so Dörfler weiter, wäre es höchst an der Zeit, durch die Einführung neuer Produkte und Dienstleistungen und durch eine sinnvolle Optimierung der Unternehmensstruktur die Post auf den kommenden Wettbewerb vorzubereiten.

Eine sinnlose Aufsplittung der Post AG in drei oder mehrere Unternehmen wird die Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten nicht kampflos hinnehmen, da die Zeche dafür die Postkunden und in erster Linie die Postlerinnen und Postler zu bezahlen haben würden.

ÖGB, 8. Mai 2001
Nr. 380

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Telefon: 01/515 51/90000Koll. Hans-Georg Dörfler

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/NGB