AK-Präsident Wipplinger: In Aus- und Weiterbildung in Oberösterreich investieren!

Linz (AKO) Statt in die Aus- und Weiterbildung dringend benötigter Fachkräfte zu investieren würden permanent finanzielle Bildungsbarrieren errichtet und Bildungsausgaben drastisch gekürzt. Das war einer der Kritikpunkte im Bericht des AK-Präsidenten Hubert Wipplinger vor der Vollversammlung.

Trotz guter Arbeitsmarktdaten und Wirtschaftslage gibt es nach wie vor strukturelle Probleme. Den Klagen der Wirtschaft über akuten Facharbeitermangel begegnet der AK-Präsident mit dem Hinweis, dass die Ausbildung qualifizierter Facharbeiter jahrelang vernachlässigt worden sei und die Unternehmer nun die Rechnung präsentiert bekommen.

"Was wir nach wie vor brauchen, ist eine Qualifizierungsoffensive von Seiten des Bundes und die Strukturmilliarde", betonte Wipplinger eine seit Jahren bestehende AK-Forderung. Statt endlich zu reagieren und eine Bildungsoffensive für die dringend benötigten Fachkräfte zu starten, seien finanzielle Bildungsbarrieren errichtet und Bildungsausgaben dramatisch gekürzt worden. In Österreich wären 160 Millionen Schilling zur Beseitigung der Strukturdefizite notwendig. "Die könnte der Landeshauptmann, anstatt sie zur sogenannten Budgetsanierung nach Wien zu schicken, in Oberösterreich belassen und in die Aus-, Fort und Weiterbildung investieren", schlug Wipplinger vor.

Rückblickend auf die Regierungsarbeit seit der politischen Wende in Österreich stellte der AK-Präsident fest, dass es seither zum größten Umverteilungsprozess in der Zweiten Republik gekommen sei. "Die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer", kritisierte er. Ambulanzgebühren, Streichung der beitragsfreien Mitversicherung, Besteuerung der Unfallrenten und Studiengebühren belasten vor allem die sozial Schwächeren. Die Liste der Grausamkeiten, so der Präsident, ließe sich beliebig fortsetzen.

Gefordert seien alle Arbeitnehmer, und zwar über die Fraktionsgrenzen hinweg, wenn die derzeitige Regierung nun auch versuche, die Interessenvertreter aus der Gesetzesbegutachtung zu drängen oder etwa die Lohn- und Gehaltspolitik auf die Betriebsebene zu verlagern. "Das sind Systembrüche, die wir im Interesse der arbeitenden Menschen in unserem Land nicht hinnehmen dürfen!"

Zur AK-Umlagensenkung, die nach Ansicht des AK-Präsidenten immer noch nicht vom Tisch ist, betonte Wipplinger, dass laut Umfragen ein Großteil der Mitglieder meint, dass die derzeitige AK-Umlage gerade passt und die AK als Interessenvertretung der arbeitenden Menschen eine wichtige und notwendige Funktion habe. Um diesem Vertrauensvorschuss der Mitglieder gerecht zu werden, wird die Arbeiterkammer ihr Leistungsangebot ausbauen.

So sollen in Zukunft zwischen den Länderkammern verstärkt zusammengearbeitet und Expertenwissen österreichweit gebündelt werden, damit die Interessenvertretung für unsere Mitglieder noch schlagkräftiger wird. Weiters werden neue Bildungsangebote für Mitglieder entwickelt und mit dem Bildungstausender finanzielle Förderung von Weiterbildung geboten. Außerdem wird sich die AK um neue Zielgruppen, wie die sogenannten neuen Selbständigen und verstärkt auch um jugendliche Arbeitnehmer kümmern und Angebote für berufstätigen Frauen und Wiedereinsteigerinnen schaffen.

Zu den Angeboten, die es bereits ab Herbst geben wird, gehören eine Euro-Hotline und eine Euro-Preisüberwachung, Tarif-Wegweiser durch den Preisdschungel im liberalisierten Strom- und Telefonmarkt sowie der AK-Internetführerschein als Ergänzung zum Euro-PC-Führerschein geben.

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