Sozialpartnergipfel Kindergeld: Csörgits präsentiert Alternativmodell ACHTUNG: SPERRFRIST 14.30 UHR!

Einkommensabhängiges Karenzgeld PLUS statt Gießkannensystem

Wien (ÖGB). Renate Csörgits, ÖGB-Frauenvorsitzende und ÖGB-Vizepräsidentin, übergab heute Nachmittag anlässlich des Sozialpartnergipfels zum Kindergeld, das Alternativkonzept Karenzgeld PLUS des ÖGB an Sozialminister Herbert Haupt. Csörgits: "Ich erwarte mir eine konstruktive Diskussion unserer Vorschläge. Für 'Scheinverhandlungen' stehen die ArbeitnehmervertreterInnen jedenfalls nicht zur Verfügung."++++

Es sei zwar begrüßenswert, aber längst überfällig, dass die Sozialpartner in Fragen des Kinderbetreuungsgeldes eingebunden würden. "Die Frage der Kinderbetreuung und der damit verbundenen finanziellen Leistungen ist eine gesellschaftspolitische Herausforderung. Die Wirtschaft hat gerade in den letzten Tagen und Wochen einen großen Bedarf an Arbeitskräften angemeldet. Es ist im Interesse aller, dass Frauen am Arbeitsmarkt optimale Bedingungen vorfinden. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie muss daher allen Eltern ermöglicht werden", forderte Csörgits.

Die Schaffung eines einkommensabhängigen Karenzgeldes unter Wahrung aller arbeitsrechtlichen Schutzbestimmungen müsse daher Vorrang haben. Csörgits: "Das einkommensabhängige Karenzgeld PLUS fördert eine partnerschaftliche Teilung der Kinderbetreuung. Mit einem Höchstbetrag von 15.087 Schilling ist erstmals die Existenzsicherung möglich ist, auch wenn das, meist höhere, Einkommen des Vaters wegfällt. Der Mindestbetrag beim Karenzgeld PLUS, 8.437 Schilling, steht in Österreich immerhin auch Alleinstehenden als Mindestpension zu - es ist daher nicht einzusehen, dass etwa AlleinerzieherInnen nicht ebenso viel erhalten sollen." (hk)

ÖGB, 8. Mai 2001

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