20. Kabarettforum Salzburger Stier von 10.-12.5.

Ehrenstier für Österreich an Lukas Resetarits, Salzburger Stier 2001 an ProjektX

Wien (OTS) - Von Donnerstag, den 10. bis Samstag, den 12. Mai
2001 wird im Rahmen des von ORF, ARD und dem Schweizer Radio DRS veranstalteten Kabarettforums "Salzburger Stier" zum 20. Mal die gleichnamige Trophäe vergeben. Die heurigen Preisträger: ProjektX aus Österreich, Horst Evers aus Deutschland, Ursus & Nadeschkin
aus der Schweiz. "Kabarett direkt" überträgt am 11. Mai ab 20.00 Uhr live aus dem Stadtkino Salzburg den "Österreicher-Abend" im Programm Österreich 1. Nähere Informationen zum Salzburger Stier sind unter www.salzburgerstier.orf.at abrufbar, auf dieser
Homepage stehen auch Fotos der Künstler und der drei Preisverleihungen zum Download bereit.****

Der "Salzburger Stier" zählt zu den renommiertesten Kabarettpreisen im deutschsprachigen Raum. Anlässlich des runden Geburtstages kehrt das Kabarettforum Salzburger Stier nach einigen Jahren der Wanderschaft durch Deutschland und die Schweiz wieder
an seine Geburtsstätte - nach Salzburg - zurück. Als Veranstaltungsort fungiert erstmals das Stadtkino, alle drei Kabarettabende beginnen um 20.00 Uhr. Am Donnerstag, den 10. Mai wird der niedersächsische Kabarettist und Autor Horst Evers den "Stier" für Deutschland aus den Händen seiner Kollegen Pigor und Eichhorn in Empfang nehmen. Anarchohumor und gnadenlose
Persiflagen sind das Markenzeichen von ProjektX, namentlich Gerald Votava, Herbert Knötzl und Clemens Haipl. An die drei Bühnen- und Radioentertainer geht der 20. "Salzburger Stier" für Österreich. Die Patenschaft für die österreichischen Stierpreisträger hat Lukas Resetarits übernommen, der am 11. Mai 2001 den "Stier" übergeben wird und selbst den Ehrenstier erhält. Das schräge Clown-Duo Ursus & Nadeschkin wird am 12. Mai 2001 mit dem "Salzburger Stier" für die Schweiz ausgezeichnet. Das Preisträger-Duo wird am Schweizer Abend zusammen mit einem andern Duo
auftreten, mit dem Musikkabarett "Stiller Has".

Ehrenstier an Lukas Resetarits
Lukas Resetarits, ehemals Traffic-Officer am Flughafen Wien Schwechat, begann seine kabarettistische Laufbahn 1975 bei dem legendären Kabarett Keif, dem u. a. auch Erwin Steinhauer angehörte. 1977 startete Resetarits seine Solokarriere mit dem Programm "Rechts Mitte Links". Der 1947 in der kroatischen
Gemeinde Stinatz im Südburgenland geborene Künstler versteht seine Arbeit in der Tradition des Kabaretts der Zwischenkriegszeit. "An Idole wie Qualtinger habe ich mich nicht herangewagt und g’scheiteln‘ wie manche andere wollte ich auch nicht". Resetarits wollte einfache und wirkungsvolle Geschichten auf der Bühne erzählen. Vorbild dafür waren ihm die Texte der Roten Spieler und die Poesie von Jura Soyfer. Daraus entwickelte er einen Stil, eine Erzähltradition, die dem österreichischen Kabarett der 80-er Jahre eine zeitgemäße Struktur und Relevanz verlieh und Lukas Resetarits zu einem der bedeutendsten Protagonisten der jüngeren österreichischen Kabarettgeschichte gemacht hat. In der Rolle des Fernsehkommisars Kottan (ab 1980, 14 Folgen) erlangte Resetarits auch über Österreichs Grenzen hinaus große Popularität. 1998 erhielt er den deutschen Kabarettpreis durch das Nürnberger Burgtheater. Seit seinem 18. Programm "Ich tanze nicht" (1999) hat sich Lukas Resetarits zugunsten einer stringenten Erzählform vom Nummerkabarett verabschiedet. Diesem Stil ist der Kabarettist auch in seinem neuen Solo "Niemandsland" (März 2001) treu geblieben. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Kabarettforums Salzburger Stier wird Lukas Resetarits mit dem Ehrenstier ausgezeichnet.
Diese Ehrung ging erstmals 1998 in Baden-Baden an Hanns Dieter Hüsch. 1999 erhielten in Leipzig Caesar Keiser und Margrit Läubli den Ehrenstier. Der Ehrenstier wird in unregelmäßigen Abständen vergeben und wer ihn bekommt, entscheidet die Stier-Jury - sprich die neun zuständigen Redakteuren von ORF, ARD und Schweizer Radio DRS. Dieser Preis ist als besondere Ehrung des internationalen Kabarettforums zu sehen. Den Ehrenstier erhalten Künstler für ihre maßgebliche Rolle, die sie mit ihren Programmen für eine Kabarettszene und eine Generation von Kabarettisten gespielt haben und noch weiter spielen. Ö1-Chef Alfred Treiber wird im Namen von ORF, ARD und Schweizer Radio DRS den Ehrenstier an Lukas
Resetarits übergeben.

20. Salzburger Stier für Österreich an ProjektX
ProjektX ist mit dem Sendestart von FM4 1995 als einstündige Sendung on air gegangen und hat seinen angestammten Sendeplatz
jeden Donnerstag um 00.00 Uhr über all die Jahre beibehalten. Das Sendungskonzept beinhaltet ungewöhnliche Talkrunden oder Hörspiele, bei denen die drei Hauptprojektleiter Gerald Votava, Clemens Haipl und Herbert Knötzl in diverse (teils sehr absurde) Rollen schlüpfen. Erbarmungslose Persiflage ist das besondere Kennzeichen dieser Radio-Show. ProjektX kommt ganz ohne Gäste aus, produziert die Geräuschkulisse und auch teilweise die Musik
selbst. Für die fernsehadaptierte Version haben sie 1998 eine Romy erhalten (Kategorie "Beste Sendungsidee"). Gestalt angenommen
haben die Erfinder der Nonsense-Talkshow mit Bühnenprogrammen wie "Protest", als Musiker unter dem Namen "Jolly Friends" und in kleiner Besetzung als elektronische Nachwuchshoffnung unter dem Pseudonym "PROJEKT remiX". Getrieben vom kreativen Übermut hat ProjektX in den vergangenen Jahren die heimische Kleinkunstszene
und Humorlandschaft um eine anarchistische Spaßfacette bereichert. Für ihr medien-interdisziplinäres Entertainment und ihre irrwitzigen Geschichten werden Gerald Votava, Herbert Knötzl und Clemens Haipl mit dem "Salzburger Stier" für Österreich ausgezeichnet.(ih)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Isabella Henke
Tel.: 01/501 01/18050
e-mail: isabella.henke@orf.at

ORF Radio Öffentlichkeitsarbeit

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HOA/HOA