Vor Gewerkschaftsaktionen in der Chemischen Industrie!

Wien (GdC/ÖGB). Nachdem zwei Verhandlungsrunden der Gewerkschaft der Chemiearbeiter (GdC) mit der Arbeitgeberseite bezüglich eines Lohnabschlusses 2001 ohne Ergebnis verliefen, beschloss die Vollversammlung Chemie - dieser gehören die Belegschaftsvertreter aller Betriebe an - gewerkschaftliche Maßnahmen, sollte auch die dritte Kollektivvertragsrunde, morgen, Mittwoch, dem 9.5.2001, scheitern. Der Beschluss der Vollversammlung wird selbstverständlich auch vom höchsten Gremium der Chemiegewerkschaft, dem Bundesvorstand, mitgetragen.++++

Knackpunkte sind vor allem die Infragestellung eines brancheneinheitlichen Lohnabschlusses sowie die Weigerung der Arbeitgeber, über Rahmenbedingungen zu verhandeln - dies übrigens erstmalig in der Geschichte der KV-Verhandlungen.

Dazu der Verhandlungsführer der Chemiegewerkschaft, Wilhelm Beck:
"Seitens der Chemiegewerkschaft stellt man sich mindestens die Abgeltung der Inflationsrate sowie eine Reallohnerhöhung von rund 1,5 Prozent vor - angesichts der ausgezeichneten Wirtschaftsdaten wohl kein unbilliges Verlangen. Rekordergebnisse zahlreicher Firmen werden selbst von Unternehmerseite nicht bestritten!"

Sollte es bei der bevorstehenden KV-Runde zu keinem seriösen Angebot der Arbeitgeberseite kommen, ist in den nächsten Tagen mit betrieblichen Aktivitäten von Arbeitern und Angestellten sowie der Chemiegewerkschaft und der Gewerkschaft der Privatangestellten zu rechnen. (lu)

ÖGB, 8. Mai 2001
Nr. 378

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