Pharmig-Präsidium präsentiert Arbeitsschwerpunkte bis 2004

Größte Herausforderung ist die aktive Mitarbeit an Strukturreformen des Gesundheitswesens - Mit "Preisspirale nach unten" muss Schluss sein - Pharmaindustrie will weiterhin wertorientierte Beiträge zur Weiterentwicklung des Gesundheitssystems leisten+++

(Wien/OTS). Das am 27.4.2001 wieder gewählte Präsidium der Pharmig (Präsident: Dr. Ulrich H. Bode/GSK, Univ. Prof. Dr. Peter Placheta/Boehringer Ingelheim Austria und Wilhelm Schwab/Sanova Pharma) präsentierte heute im Rahmen einer Pressekonferenz die Arbeitsschwerpunkte der Pharmig, Vereinigung pharmazeutischer Unternehmen, bis 2004, dem Ende der Funktionsperiode des derzeitigen Vorstandes.

"Das Schwerpunktprogramm des Pharmig-Vorstandes bis 2004 wird sich auf die Mitarbeit an Strukturreformen und die Fortsetzung konkreter, wertorientierter Beiträge zum Gesundheitssystem konzentrieren", sagte der Präsident der Pharmig, Dr. Ulrich H. Bode. Er betonte, dass weitere Preissenkungen bei Arzneimitteln auch im Sinne von Strukturreformen kontraproduktiv seien: sie würden den Marktzutritt von Innovationen behindern, damit Patienten benachteiligen und letztendlich auch Einsparungen durch Generika verhindern. Bode:
"Jedes Generikum war ja auch einmal ein Original-Präparat!"

Zwt.: Drei Schritte zu Struktur-Reformen

Utl.: Größte Herausforderung ist die aktive Mitarbeit an Strukturreformen des Gesundheitswesens - Mit "Preisspirale nach unten" muss Schluss sein - Pharmaindustrie will weiterhin wertorientierte Beiträge zur Weiterentwicklung des Gesundheitssystems leisten+++

(Wien/OTS). Das am 27.4.2001 wieder gewählte Präsidium der Pharmig (Präsident: Dr. Ulrich H. Bode/GSK, Univ. Prof. Dr. Peter Placheta/Boehringer Ingelheim Austria und Wilhelm Schwab/Sanova Pharma) präsentierte heute im Rahmen einer Pressekonferenz die Arbeitsschwerpunkte der Pharmig, Vereinigung pharmazeutischer Unternehmen, bis 2004, dem Ende der Funktionsperiode des derzeitigen Vorstandes.

"Das Schwerpunktprogramm des Pharmig-Vorstandes bis 2004 wird sich auf die Mitarbeit an Strukturreformen und die Fortsetzung konkreter, wertorientierter Beiträge zum Gesundheitssystem konzentrieren", sagte der Präsident der Pharmig, Dr. Ulrich H. Bode. Er betonte, dass weitere Preissenkungen bei Arzneimitteln auch im Sinne von Strukturreformen kontraproduktiv seien: sie würden den Marktzutritt von Innovationen behindern, damit Patienten benachteiligen und letztendlich auch Einsparungen durch Generika verhindern. Bode:
"Jedes Generikum war ja auch einmal ein Original-Präparat!"

Zwt.: Drei Schritte zu Struktur-Reformen

Das Pharmig-Präsidium fordert daher drei wesentliche Schritte zur Einleitung von sinnhaften und langfristig wirksamen Strukturreformen:

1) eine Kostenwahrheit im Gesundheitswesen,
2) die Anpassung der Mittelaufbringung an konkrete Zielsetzungen, und 3) einen "präventiven Gesundheits-Check" für das Gesundheitswesen.

Das Pharmig-Präsidium definierte als "dringend notwendig" eine Eröffnungsbilanz des Gesundheitswesens, den Aufbau eines effizienten Rechnungswesens und eine Bilanzierung nach den Grundsätzen des Aktienrechts. Gleichzeitig müsse eine vernünftige Bündelung der Finanzströme dafür sorgen, dass ausufernde Einzelinteressen verhindert werden. Eine sektorenübergreifende Stärken-/Schwächen-Analyse des Gesundheitswesens sollte dazu beitragen, die Verschwendung von Geldern zu verhindern.

Das Pharmig-Präsidium trat ebenso für konkrete, quantitativ messbare Ziele und die Schaffung konkreter Schwerpunktpläne in der Gesundheitspolitik ein. Die Mitte-laufbringung sollte sich an diesen Zielen orientieren, so das Pharmig-Präsidium. Auch der Qualitätssicherung müsse künftig wesentlich mehr Bedeutung als bisher zugemessen werden, hieß es bei der Pressekonferenz.

Nach Auffassung der Pharmig dürfe sich auch das Gesundheitssystem einem regelmäßigen "Gesundheits-Check" nicht entziehen, will man im Sinne einer Prävention bzw. Früherkennung Fehlentwicklungen effizient entgegen steuern. Als Maßnah-men dazu könnten z.B. eine kontinuierlich durchgeführte Stärken-/Schwächen-Analyse, ein Image-Radar oder die Einrichtung einer Zukunftswerkstatt dienen. In einer solchen Zukunftswerkstatt könnten gesellschaftliche Strömungen aufgezeigt und ganz im Sinne der Bürger auch Änderungsbedarf im Hinblick auf das Gesundheits-wesen frühzeitig erkannt und in Folge umgesetzt werden.

Zwt.: "Nur Forderungen zu erheben ist zu wenig"

Pharmig-Präsident Bode betonte, dass es wohl "zu wenig ist, nur Forderungen zu erheben. Wer kritisiert, muss auch willens sein, an Änderungen konstruktiv mitzuarbeiten!". In diesem Sinn will die Pharmig weiterhin konkrete und wertorientierte Bei-träge zur Restrukturierung des Gesundheitssystems leisten. Einbringen will sich die Pharmig dank ihres umfassenden Unternehmens-Know-How vor allem in den Bereichen strategische Planung und Controlling und selbstverständlich - wie auch in der Vergangenheit - als Vor- und Mitdenker.

Weiters sieht Bode als Prioritäten die Weiterführung der mittlerweile im Regierungsprogramm verankerten Initiative Arznei & Vernunft und die Umsetzung des Geistes des "Pharmavertrages" und der Transparenzrichtlinie. Des weiteren will die Pharmig im gesamten Gesundheitswesen Outcomes-Research und Evidence-based-medicine als Entscheidungsgrundlagen forciert wissen. Im Bereich der Arzneimittel heißt das, dass Wert und Nutzen von Arzneimitteln stärker in den Mittelpunkt der gesundheitspolitischen Überlegungen rücken müssen. Damit will die Industrie auch entscheidende Beiträge zur Systementwicklung leisten.

Zwt.: "Industrie ist kein Zwischenrufer, sondern ein Fortschritt-Bringer!"

Bode: "Es kann schon sein, dass im Zuge der zielgerichteten Weiterentwicklung des Gesundheitswesens manchmal auch deutliche Worte fallen werden müssen, doch kann ich allen unseren Partnern versprechen, dass wir nie den Boden von Sachlichkeit und Partnerschaft verlassen werden". Die Industrie, so Bode weiter, sei schließlich kein Zwischenrufer, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil des Fortschritts.
**/rm (Forts.)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Ruth Mayrhofer
Tel: +43 1 523 29 56
Fax: +43 1 523 29 519
e-mail:office@pharmig.at

Pharmig Pressestelle

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PHA/03