ARBÖ: Fünf Maßnahmen zur raschen Verbesserung der Baustellensicherheit

Lokalaugenschein auf A1 Westautobahn macht Infrastrukturmängel

Wien (ARBÖ) - deutlich

Ein kürzlich vom ARBÖ durchgeführter Lokalaugenschein
auf der A1 Westautobahn hat deutlich gemacht, wie groß die Mängel im hochrangigen Straßennetz in Österreich sind. Die ASFINAG hat bereits Schritte zur Verbesserung der Baustellensicherheit gesetzt, dennoch sind laut ARBÖ einige Maßnahmen vor dem großen Sommerreiseverkehr zusätzlich erforderlich.

Wien (ARBÖ) - Ein kürzlich vom ARBÖ durchgeführter Lokalaugenschein auf der A1 Westautobahn hat deutlich gemacht, wie groß die Mängel im hochrangigen Straßennetz in Österreich sind. Die ASFINAG hat bereits Schritte zur Verbesserung der Baustellensicherheit gesetzt, dennoch sind laut ARBÖ einige Maßnahmen vor dem großen Sommerreiseverkehr zusätzlich erforderlich.

Maßnahmen zur Verbesserung

Faktum ist, dass Baustellen oft eine reine Nervensache sind. Baustellen mit Verkehrsumleitungen und Gegenverkehrsbereichen sind stets ein Eingriff in den Verkehrsfluss und verlangen von den Autofahrern ein hohes Maß an Konzentration und rasche Reaktion. "Es gibt aber einige Maßnahmen, mit denen man effizient und rasch das Unfallrisiko in den Baustellen reduzieren kann", betont ARBÖ-Präsident Dr. Herbert Schachter.

Der ARBÖ fordert daher:

  • Richtige und gewissenhafte Absicherung der Baustelle, sowie eine permanente Kontrolle dieser durch die zuständigen Behörden.
  • Verwendung der neuen gelb hinterlegten und besser sichtbaren Verkehrszeichen im gesamten Baustellenbereich. Derzeit wird der Kraftfahrer durch die Verwendung der "alten" und "neuen" Tafeln verunsichert.
  • Fahrbahnverbreiterungen müssen durchgehend asphaltiert werden.
  • Orange Bodenmarkierungen erneuern und die weißen Bodenmarkierungen zur "Entwirrung" wegfräsen.
  • Vermehrte Kontrollen der Geschwindigkeitsbeschränkung vor dem Baustellenbereich durch die Exekutive.

Eine besondere Gefahr stellt laut ARBÖ die A1 Baustelle bei Seewalchen dar. In diesem Gegenverkehrsbereich dürfen Lkw und Busse, aufgefordert durch Verkehrstafeln mit der Aufschrift "Busse und Lkw erhöhter Breitenbedarf", beide Fahrspuren - jedoch nicht im gesamten Baustellenbereich - benutzen. Kraftfahrer fühlen sich dadurch "provoziert" und "behindert". Auch so mancher Lkw nützt die "freie Bahn", um einmal schneller als die erlaubten 80 km/h im Baustellenbereich zu fahren.

Weiters kommt es auch zu Staus, weil die Schwerfahrzeuge sich bergauf ebenfalls über beide Fahrspuren weit langsamer als die erlaubten 80 km/h fortbewegen. Aus Sicht der Verkehrssicherheit ist daher dieses Pilotprojekt nach Meinung des ARBÖ aber nochmals zu überdenken.

Verschiebung der Lkw-Maut wirkt negativ auf Verkehrssicherheit

Für ARBÖ-Präsident Dr. Herbert Schachter gehören Unfallgefahrenstellen ausgemerzt und die Straßen baulich in einen einwandfreien, sicheren Zustand gebracht: "Es ist geradezu fahrlässig, wichtige Straßenbauvorhaben auf die lange Bank zu schieben - mit der mangelhaften Finanzierung des Straßenbaus wird der Verkehrssicherheit ein schlechter Dienst erwiesen."

Das für die Sanierung des Autobahn- und Schnellstraßennetzes und für die Finanzierung der notwendigen Ausbaumaßnahmen dringend benötigte LKW-Road-Pricing wird seit 1998 auf den St. Nimmerleinstag verschoben. ARBÖ-Präsident Dr. Herbert Schachter: "Mittel, die von den Autofahrern durch Zahlungen von Abgaben geleistet werden, sollten auch für die Erhaltung und den Ausbau des Straßenverkehrsnetzes, sowie im Interesse der Verkehrssicherheit, Verwendung finden und nicht zur Quersubventionierung des unternehmerischen Schwerverkehrs dienen."

Jede weitere Verzögerung bei der Lkw-Maut bedeutet den Verzicht auf Straßenbau und Straßenerhaltung. Auch die Verkehrssicherheit leidet darunter. "Der stetig steigende unternehmerische Schwerverkehr sorgt für kaputt gefahrene Schnellstraßen und Autobahnen und lässt das Unfallrisiko steigen. Daher muss der Lkw-Verkehr umgehend mehr als bisher zur Finanzierung der Infrastruktur beitragen, damit wieder ein Vorwärtskommen im Straßenbau erkennbar wird", fordert ARBÖ-Präsident Dr. Herbert Schachter abschließend.

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